Baumkirchen
Erste reine Hanf-Stecklingsgärtnerei in Baumkirchen

„Ich verkaufe ausschließlich THC-freien Hanf“, so Pilgermaier.
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Sandra Pilgermaier beweist einen grünen Daumen, denn sie betreibt die erste Hanf-Stecklingsgärtnerei in Baumkirchen, und das sehr erfolgreich.

Hanf ist zurzeit in aller Munde. Das Geschäftsmodell ist mittlerweile auch in Tirol angekommen: Die Nachfrage nach dem Heilkraut ist immens. Viele Tiroler Firmen haben sich auf die grüne Nutzpflanze spezialisiert, so auch Sandra Pilgermaier. Seit 2015 züchtet die gelernte Chemielaborantin legal Hanfzierpflanzen in ihrem Geschäftslokal in Baumkirchen. Sandra begann aus wirtschaftlichem Interesse mit dem Züchten. Sie selber ist Nichtraucherin und hat die Liebe zu den Pflanzen und deren Nutzbarkeit für sich entdeckt. Sie betreibt die erste reine Stecklings-Gärtnerei Tirols, mit dem klingenden Namen „Medical Clones“.

Grüner Daumen

Gut ein Dutzend Pflanzen verkauft Pilgermaier in der Woche. Als Zierpflanzen, wohlgemerkt. Diese darf man in Österreich nämlich legal besitzen. Erst der Besitz und der Konsum von Marihuana, die getrockneten Blüten der Hanfpflanze, sind verboten. Problematisch wird es also immer dann, wenn die Hobbygärtner die Pflanzen zu Hause zum Blühen bringen. Laut der Geschäftsführerin laufen die Geschäfte mit den Stecklingen sehr gut.

Anbau in Österreich

Angeboten wird ausschließlich Hanf aus Eigenproduktion in drei verschiedenen Größen. Je nach Sorte kostet eine Jungpflanze etwa zehn bis dreißig Euro und wird bei Bedarf sogar mit dem Stecklingstaxi geliefert. Die Kunden machen einen Termin aus und schon wird unkompliziert der Hanf vor die Haustür gebracht. Die Samen der Pflanzen kommen von renommierten Samenbanken. Unter anderem gibt es auch Eigenzüchtungen mit Kreuzungen aus Tibet. Medical Clones versteht sich nicht als ein klassischer Growshop, sondern eher als ein landwirtschaftlicher Betrieb, wie eine Gärtnerei. „Die Qualität der Pflanzen ist sehr gut. Ich verkaufe ausschließlich THC-freien Hanf“, so Pilgermaier. Ihre Kunden kommen aus Italien, der Schweiz, Deutschland sowie auch aus Österreich.

Ab wann strafbar

Der Besitz einer oder mehrerer Hanfpflanzen ist in Österreich erlaubt. Die Stecklinge können einerseits als Zierpflanzen kultiviert werden, andererseits lassen sich aus ihren Blättern ganz legal verschiedene schmackhafte oder wohltuende Erzeugnisse herstellen – beispielsweise Tee, Gewürzmischungen oder Pflegeprodukte. Bereits seit neun Jahren hat die staatseigene Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) eine Sondergenehmigung, die ihr den Cannabisanbau – für den medizinischen Gebrauch – im großen Stil ermöglicht. In Österreich ist der Anbau und Besitz der grünen Nutzpflanze legal – solange die Pflanzen nicht zur Blüte gebracht werden. Insgesamt handelt es sich um eine rechtliche Grauzone, weil zwar die Cannabisaufzucht nicht explizit verboten ist, der Besitz von Cannabisblüten aber eindeutig illegal ist.

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