Am Hanslteich
Amphibienrettung verzeichnet schwächstes Jahr seit Projektbeginn

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer haben die Tiere in Kübeln an den Zäunen eingesammelt und dann sicher über die Straße gebracht.  | Foto: VGT.at
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  • Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer haben die Tiere in Kübeln an den Zäunen eingesammelt und dann sicher über die Straße gebracht.
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Die nunmehr siebte Rettungsaktion des Vereins Gegen Tierfabriken (VGT) rund um den Hanslteich ist beendet. Heuer wurdne über 300 Amphibien gerettet – das bisher schwächste Jahr seit Projektbeginn. Der Verein spricht dennoch von einem Erfolg.  

WIEN/HERNALS/PENZING. Zum siebten Mal haben sich heuer wieder freiwillige Helferinnen und Helfer auf der Straße um den Hanslteich versammelt, um den Amphibien unter die Arme zu greifen. Zwei Monate lang haben dabei Ehrenamtliche des Vereins Gegen Tierfabriken (VGT) eine Strecke von 1,3 Kilometer betreut.

Um den Kröten und Fröschen sicheres Geleit auf die anderen Straßenseite zu ermöglichen, werden die Amphibien dort an einem Zaun in Kübel aufgefangen, die dann zweimal täglich kontrolliert werden. Heuer waren 90 Menschen im Einsatz und haben über 750 Stunden an ehrenamtlicher Arbeit geleistet. Die Bilanz zeigt dennoch, dass ein Rückgang der Amphibien zu bemerken ist. 

383 Amphibien konnten gerettet werden

225 Erdkröten haben heuer die Straße zum und vom Hanslteich überquert. 93 Springfrosch-Rettungen und 26 Grasfrösche konnten die Helferinnen und Helfer verzeichnen. Sechs Molche, davon zwei seltene Alpenkammmolche, landeten ebenfalls im Kübel und wurden sicher über die Straße gebracht. 33 Feuersalamander wurden bei ihrer Frühjahrswanderung durch Hernals ebenfalls gezählt.

Bei den diesjährigen Aktionen wurde über 300 Amphibien gerettet - das schwächste Jahr bisher.  | Foto: Verein Gegen Tierfabriken
  • Bei den diesjährigen Aktionen wurde über 300 Amphibien gerettet - das schwächste Jahr bisher.
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„Mit 383 Amphibien war heuer zahlenmäßig das schwächste Jahr seit Projektbeginn. Es war aber auch das trockenste Jahr seit Beginn der Messgeschichte. Es hat im März und April kaum geregnet, aber die Amphibien brauchen den Regen für ihre Wanderaktivität. Viele Tiere haben die Frühjahrswanderung in die Laichgewässer vielleicht gar nicht erst angetreten", erklärt Projektleiterin Heidi Lacroix. Im Vorjahr konnten noch insgesamt 692 Tiere gerettet werden. 

Seitens des VGT sei man dennoch sehr stolz und glücklich, "so vielen Tieren das Leben gerettet zu haben." Für die Zukunft blickt der Verein auch optimistisch zum Hanslteich. Denn noch heuer wird mit dem Bau eines fixen Tunnel-Leit-Systems beim Hanslteich und am Schottenhof begonnen. Nach Fertigstellung können die Amphibien bei der kommenden Saison dann alleine auf die andere Seite kommen – auch, wenn es dann unterhalb sein wird. 

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