Ottakring & Hernals
„Wendepunkt im Leben“ – Back on Stage hilft seit drei Jahrzehnten

Pädagogischer Bereichsleiter Werner Prinzjakowitsch und BoS16/17-Leiter "Shino" mit mittlerweile erwachsenen Weggefährten von früher. | Foto: Verein Wiener Jugendzentren
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  • Pädagogischer Bereichsleiter Werner Prinzjakowitsch und BoS16/17-Leiter "Shino" mit mittlerweile erwachsenen Weggefährten von früher.
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Seit drei Jahrzehnten begleitet Back on Stage 16/17 Jugendliche in Hernals und Ottakring durch ihren Alltag. Mit Freizeitangeboten, kreativen Projekten und Unterstützung in schwierigen Lebenslagen hat sich die Einrichtung zu einer wichtigen Anlaufstelle im Bezirk entwickelt. Dieses Engagement wurde nun mit einem großen Jubiläumsfest am Yppenplatz gefeiert.

WIEN/OTTAKRING/HERNALS. Jugendarbeit kann viele Formen annehmen. In der Hernalser Hauptstraße 24–26 findet sie nun schon seit 30 Jahren in Form von Ausflügen, Gaming-Möglichkeiten, gemeinsamem Kochen oder Sportveranstaltungen statt. Denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Back on Stage 16/17 – oft auch einfach nur BoS 16/17 genannt – sind seit jeher für Jugendliche im Einsatz.

Einerseits in ihrer Einrichtung, andererseits im öffentlichen Raum. Beim diesjährigen Straßenkunstfest am Yppenplatz wurde daher das Projekt des Vereins Wiener Jugendzentren mit einem großen gemeinsamen Fest für dieses Engagement geehrt.

Ein Schwerpunkt auf Jugendkultur und Kreativität

Die Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter sind ganzjährig in Parks, auf Plätzen und in stark frequentierten Straßenzügen in Ottakring und Hernals unterwegs. Sie bieten den Jugendlichen ein offenes Ohr, unterstützen sie bei ihren Anliegen und gehen auf ihre Bedürfnisse ein. Damit das gelingt, bieten sie in ihrer Einrichtung in der Hernalser Hauptstraße ein breites Angebot an Aktivitäten.

Die Kids konnten sich neben Fußball und Basketball auch beim Graffiti austoben. | Foto: Verein Wiener Jugendzentren
  • Die Kids konnten sich neben Fußball und Basketball auch beim Graffiti austoben.
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Ein besonderer Schwerpunkt liegt schon immer auf den Themen Jugendkultur und Kreativität, die mit vielfältigen Angeboten gefördert werden. Welche Wirkung das haben kann, unterstreicht der 28-jährige Ufuk. In ihm hätten die Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter Talente gesehen, die er selbst nicht wahrgenommen habe. 

"Durch sie habe ich gelernt, dass aus einem Jungen von der Straße jemand werden kann, weil sie niemals aufgehört haben, an uns zu glauben." Auch Jugendstadträtin Bettina Emmerling (Neos) weiß das zu schätzen und spricht dem Jugendzentrum im Zuge des Jubiläums ihren Dank aus.

„Back on Stage war ein Wendepunkt in meinem Leben"

Für das Jubiläumsfest hat das Team ein Fußball- und Basketballturnier organisiert, zur Stärkung gab es ein Buffet. Unmittelbar daneben konnten sich die Festbesucherinnen und Festbesucher im „Mobilen Wohnzimmer“ entspannen. Kreativ wurde es an der Graffiti-Wand, an der gemeinsam mit einem Künstler fleißig gesprayt wurde.

Die jungen Rapperinnen und Rapper sorgten auf der Bühne für ordentlich Stimmung. Links auf dem Bild: Rapperin "Meduzza".  | Foto: Verein Wiener Jugendzentren
  • Die jungen Rapperinnen und Rapper sorgten auf der Bühne für ordentlich Stimmung. Links auf dem Bild: Rapperin "Meduzza".
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Auch eine Gruppe Jugendlicher, die im hauseigenen Tonstudio ihre musikalische Karriere vorantreiben, stand auf der Bühne. "Die Jugendlichen brauchen diese Anlaufstellen und Bezugspersonen, wo sie sich austauschen und auch mal Neues ausprobieren können", unterstreicht auch Jugendzentren-Obfrau Marina Hanke (SPÖ).

Rapperin Sara alias „Meduzza“ hat beim Fest auf der Bühne performt und ist unter anderem dank BoS 16/17 zur Musik gekommen. „Back on Stage war ein Wendepunkt in meinem Leben", weiß sie daher. "Durch die Unterstützung habe ich eine Vision und ein Ziel gefunden, für das ich nicht nur brenne, sondern in das ich alles hineininvestiere." Solche Möglichkeiten gäbe es nur, weil man im Jugendzentrum durch Begegnung und Verständnis auf Augenhöhe helfen könne, unterstreicht Leiter „Shino“. Denn: "Genau das ist seit 30 Jahren das Herzstück unserer Arbeit."

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Die jungen Rapperinnen und Rapper sorgten auf der Bühne für ordentlich Stimmung. Links auf dem Bild: Rapperin "Meduzza".  | Foto: Verein Wiener Jugendzentren
Die Kids konnten sich neben Fußball und Basketball auch beim Graffiti austoben. | Foto: Verein Wiener Jugendzentren
Die Besucherinnen und Besucher blätterten im „Mobilen Wohnzimmer“ durch das Fotoalbum.
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