Jägersberger und Hebenstreit gründen neue Fraktion
Ausgetretene Blaue sind "Freie Hernalser"

"Freie Hernalser": Dietmar Hebenstreit (l.) und Otto Jägersberger vor dem Hernalser Amtshaus.
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  • "Freie Hernalser": Dietmar Hebenstreit (l.) und Otto Jägersberger vor dem Hernalser Amtshaus.
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Die ehemaligen FPÖ-Bezirksräte Otto Jägersberger und Dietmar Hebenstreit sind jetzt "Freie Hernalser".

HERNALS. Dietmar Hebenstreit ist dem Beispiel von Otto Jägersberger (Parteiaustritt am 1. Mai) gefolgt und mit 1. August aus der FPÖ ausgetreten. Damit haben die Freiheitlichen in Hernals innerhalb von vier Monaten zwei Mandatare verloren. FPÖ-Bezirks-parteiobfrau Veronika Matiasek kommentiert das Ausscheiden von Jägersberger und Hebenstreit trocken: "Das war abzusehen. Das verkraften wir locker."

In der FPÖ Hernals brodelt es schon seit vielen Monaten, wenn nicht sogar Jahren. Seit der Gemeinderatswahl 2015 sollen laut Jägersberger und Hebenstreit Absprachen und Beschlüsse nicht eingehalten worden seien. "Ich will den Zirkus nicht mehr mitmachen", sagte Otto Jägersberger im Mai über seinen Austritt.

Vorwürfe von Matiasek

Im Fall Hebenstreit kommen die Vorwürfe direkt von Bezirksparteiobfrau Matiasek: "Es kommt schon lange nichts mehr von ihm, keine Anträge, keine Wortmeldungen." Außerdem habe Hebenstreit im Wahlkampf 2015 zu wenig Engagement gezeigt.

Genau diese Vorwürfe stoßen Dietmar Hebenstreit sauer auf. "Mir wurde als Bezirksvorsteherin-Stellvertreter vorgeworfen, dass ich mich zu wenig um die Bürger gekümmert und in den Wahlkampf eingebracht hätte. Das ist absolut lächerlich", kommentiert Hebenstreit die Anschuldigungen. Sein Kollege Jägersberger berichtet: "Bis auf drei Standl-Aktionen war Dietmar überall dabei. Das kann man von Matiasek und Kossek nicht behaupten."

"Vernünftige Politik"

Beide Ausgetretenen wollen die FPÖ hinter sich lassen: "Die Bezirks-FPÖ in Hernals ist nicht mehr wählbar." Bis zur nächsten Gemeinderatswahl 2020 werden Otto Jägersberger und Dietmar Hebenstreit als "Freie Hernalser" weitermachen. "Wir wollen vernünftige Politik machen", erklären die ehemaligen Blauen.

Am 1. August wurde die neue Fraktion gegründet. Auf Bezirksebene sind für eine Gründung nur zwei Mandatare notwendig. Der Klub-status ermöglicht es den "Freien Hernalsern", auch Anträge zu stellen. Klubzwang wird es keinen geben: "Wir sind und waren schon oft nicht einer Meinung. Es kann jeder seine Argumente bringen."

Hebenstreit und Jägersberger sind aus der FPÖ Hernals ausgetreten und haben die neue Fraktion "Freie Hernalser" gegründet.
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Als "Freie Hernalser" wollen sich Jägersberger und Hebenstreit besonders für die Wirtschaft einsetzen: "Wir würden gerne eine Wirtschaftskommission gründen, um Politik und Wirtschaft näher zusammenzubringen." An Ideen mangelt es nicht, dennoch hoffen die beiden "Freien Hernalser" auch auf Anregungen aus der Bevölkerung: "Wir freuen uns, sind offen und hören uns alles an."

Mit der Wahl 2020 soll es mit den "Freien Hernalsern" auch schon wieder vorbei sein. "Das ist der Plan", erklärt Jägersberger. Sein Kollege Hebenstreit lässt allerdings eine Hintertür offen: "Wenn wir großen Zuspruch bekommen, könnte es auch weitergehen. Wir werden sehen, wohin uns unsere Arbeit führen wird."

"Freie Hernalser": Dietmar Hebenstreit (l.) und Otto Jägersberger vor dem Hernalser Amtshaus.
Hebenstreit und Jägersberger sind aus der FPÖ Hernals ausgetreten und haben die neue Fraktion "Freie Hernalser" gegründet.
Autor:

Michael J. Payer aus Donaustadt

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