15.05.2017, 12:37 Uhr

Feuerwehr Hernals saniert die Küche: 550.000 Euro werden investiert

Die Hauptfeuerwache kann für Tausende kochen.

Klingt nach viel, ist aber wichtig: Die Küche der Feuerwehr wird saniert. Im Notfall versorgt sie tausende Bewohner.

HERNALS. Seit 1926 gibt es bereits am Johann-Nepomuk-Berger Platz 12 eine Hauptfeuerwache. Und wahrscheinlich genauso lang gibt es dort auch eine Feuerwehrküche. "In Hernals wird sie jetzt saniert. Das wird rund 550.000 Euro kosten", sagt Ferdinand Pay von der MA 68. Das klingt vielleicht banal, ist aber wichtig für den Betrieb und den ganzen Bezirk.

Die Sanierung wird aufwendig: "Der Küchenbereich wird erneuert und aufgrund enger Platzverhältnisse an einen anderen Ort verlegt", so Pay. "Dafür sind Standortverlegungen der Kühl- und Tiefkühlräume, Änderungen der Raumaufteilung und eine Erneuerung der Versorgungsleitungen und Fußbodenkonstruktionen nötig."

Die Modernisierungen sind nötig, um alle gesetzlichen Auflagen für den Küchenbetrieb gewährleisten zu können. Feuerwehrküchen spielen eine wichtige Rolle bei der Versorgung der Einsatzkräfte. "Essen und Getränke werden auf der Wache zubereitet und zum Einsatzort gebracht", sagt Pay. "Gerade bei längeren Einsätzen können die Feuerwehrleute so mit Nahrung versorgt werden."

Wie die gesamte Feuerwehr sind auch ihre Küchen rund um die Uhr im Einsatz. "Egal, ob am Feiertag oder in der Nacht: Die Küchen sind immer verfügbar. Man kann sich hier nicht auf externe Zulieferer verlassen. Nur wenn die Versorgung der Einsatzkräfte gewährleistet ist, können sie ihre volle Leistungsfähigkeit bringen."


Wichtig bei Katastrophen

Feuerwehrküchen spielen auch beim Katastrophenschutz der Stadt Wien eine wichtige Rolle. In diesem Fall werden sie zu regelrechten Notfallküchen. "Feuerwehrküchen müssen die unabhängige Versorgung der Einsatzkräfte für mehrere Tage sicherstellen können", sagt Pay.

In solchen Ausnahmefällen muss die Küche in der Lage sein, große Menschenmengen versorgen zu können. "Zum Beispiel kann es sein, dass bei einer Katastrophe alle dienstfreien Mannschaften zusätzlich einberufen werden. Auch diese müssen versorgt werden." Im Ernstfall können über die Hernalser Feuerwehrküche tausende Menschen versorgt werden. Das ist durchaus nötig, wie sich zuletzt im Jahr 2015 gezeigt hat. "Damals kam eine große Zahl Schutz suchender Menschen nach Wien", sagt Pay. "Sie wurden anfangs auch von den Feuerwehrküchen versorgt." Die Flexibilität durch den laufenden Betrieb macht das möglich. "So kann die Anzahl der Mahlzeiten jederzeit rasch und unbürokratisch erhöht werden", sagt Pay.
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