01.02.2012, 18:57 Uhr

„Das ist ein Krieg gegen mich“ – Streit um Frequency erneut entflammt

„Unsere Auflagen werden ja ärger als bei Orwell überwacht“, meint Harald Jenner, hier mit Stadtchef Stadler. Foto: mss/Vorlaufer

Frequency-Betreiber und der Magistrat wehren sich gegen Anschuldigungen und Vorwürfe des Volksanwalts.

ST. PÖLTEN (wp). Erst letzte Woche stellte Harald Jenner und Bürgermeister Matthias Stadler bei einer Pressekonferenz in Wien das neue Programm des Frequency-Festivals 2012 vor. Sieben Bühnen und 100 Acts kündigen die Frequency-Betreiber für den 16. bis 18 August an. Ein paar Tage später regte sich bereits der erste Widerstand. Die Bezirksblätter erhielten ein Schreiben des Volksanwaltes, worin dieser den Magistrat rügt, sich im Fall des Frequency-Festivals nicht genügend mit den Lärmschutzrichtlinien auseinandergesetzt zu haben, und zwar zwecks Vermeidung einer unzumutbaren Beeinträchtigung der Nachbarschaft. Er kenne das Schreiben, kontert Magistratsdirektor Thomas Dewina. Er wolle das Schreiben nicht weiter kommentieren. Man hätte sich nichts vorzuwerfen, und außerdem wäre nicht der Magistrat allein für die Einhaltung der Lärmrichtlinien zuständig. Für heuer wäre das Frequency zwar medial angekündigt, aber „behördlich genehmigt ist es noch nicht.“ Deutlicher werden da schon die erbittertsten Gegner des Festivals, Sylvia Kysela-Klein und Brigitte Wagner von der Bürgerplattform „WIR für St. Pölten“: „Das ist alles pure Anarchie. Alles wird irgendwie oft nur mündlich genehmigt. Es wird auch heuer wieder eine schwere Belastung für die Bevölkerung sein.“ Am liebsten wäre es ihnen, wenn Jenner mit dem Festival St. Pölten verlässt. „Das geht alles auf Kosten des Steuerzahlers und der Lebensqualität.“ Festival-Betreiber Harald Jenner widerspricht: „Kysela und Wagner führen Krieg gegen mich. Es gibt keine Belästigung, weder durch Lärm noch durch Müll. Wir haben alle Auflagen eingehalten und werden das auch heuer tun. Diese werden ja eh überwacht, ärger als bei George Orwell.

KOMMENTAR

FACTS zum Frequency Festival:
2 Festivals in 1 - 3 Days, 7 Stages, 100 Acts. 2012 geht das FM4 Frequency-Festival in seine zwölfte Runde, von 16. bis 18. August, wieder im Green Park St. Pölten.

Acts
DAYPARK:
Placebo, Beatsteaks, Sportfreunde Stiller, Tocotronic, Kettcar, Casper, Mia., Saint Etienne, Parov Stelar Band, Frittenbude, Kraftklub

NIGHTPARK:
Magnetic Man, Benga, Flux Pavilion, Andy C & MC GQ, Modestep live, Moguai, John B, Zombie Nation live, Foreign Beggars, Breakage, The Sonic Cubes
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