City Farm Schönbrunn: Das Ende ist vielleicht ein Neubeginn

Paradiesische Zustände für Gartenpädagogik herrschen noch in der City Farm. Jetzt hofft man auf den Umzug in den 2. Bezirk.
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  • Foto: www.cityfarm.wien
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Das Aus für die City Farm in Schönbrunn ist fix, aber es gibt die Hoffnung auf einen Umzug.

HIETZING. Jedes Jahr besuchen mehr als 5.000 Gäste die City Farm in Schönbrunn, Österreichs größtes Kompetenzzentrum für Gartenpädagogik. Mit Herbst 2018 wurde der Standort aufgekündigt. Doch es gibt noch einen Hoffnungsschimmer.

"Städtische Erlebnisgärten der Gemüsevielfalt", so umschreibt die City Farm ihr Angebot, das man auf dem historischen Gelände der Kammermeierei ganzjährig nutzen kann. Von Führungen über die Bio-Gemüsebeete über Garten-Workshops bis hin zur Verkostung von Gemüseraritäten reicht das Spektrum. So finden sich auf den rund 4.000 Quadratmetern nicht nur "gewöhnliche" Gemüseanbauflächen, sondern auch Themenbeete und sogar ein Mammutbaum. Beim "Junior City Farming" können Schulklassen einen kindgerechten Gemüsegarten bewirtschaften. Auf spielerische Weise vermittelt man Besuchern so das Garteln im Schnittpunkt von Umweltschutz, Ernährung und sozialer Kompetenz.

Ärger im Paradies

Jetzt wird die Idylle allerdings getrübt, denn wegen Eigenbedarfs hat die Gartenbauschule Schönbrunn der City Farm den Vertrag gekündigt. Doch Leiter Wolfgang Palme hat im Augarten im 2. Bezirk ein mehr als 4.000 Quadratmeter großes Areal mit leer stehenden Gebäuden und Gartenflächen im Auge, wo man aufgrund der innerstädtischen Lage sogar noch mehr Menschen erreichen könnte. Die Sache hat allerdings einen Haken: Die Gebäude sind desolat und sanierungsbedürftig. Die Kosten für die Renovierung muss die City Farm alleine stemmen – ein existenzbedrohendes Problem.

Start für Spendenaktion

Deshalb ist die Idee der "Gartenbausteine" aufgekommen. Mit einer Spende von 100 Euro kann man sich an der Sanierung des neuen Workshop-Gebäudes und des Gartens für die Kinder beteiligen. Auch das wienweit einzigartige Wintergemüseprojekt soll im Augarten verwirklicht werden. Wolfgang Palme schwärmt von der "Möglichkeit, erstmals regional-saisonales Biogemüse auch im Winter zu ernten". Auf Nachfrage beim für den Augarten verantwortlichen Burghauptmann Reinhold Saal heißt es, dass durch die City Farm "der Gartencharakter des Augartens erhalten bleiben soll und nur bestehende Gebäude saniert werden sollen. Zubauten wird es keine geben." Auch die Bezirksvertretung der Leopoldstadt signalisiert grünes Licht, gibt es doch im Umkreis des Augartens einige Schulen, die über keinen eigenen Schulhof verfügen.

Offenbar ist der Augarten als geplanter neuer City Farm-Standort wirklich ideal, wenn da nicht das (noch) fehlende Geld wäre – ein Problem, das sich aber mit vereinten Kräften durchaus lösen lässt. Mehr Informationen gibt es auf www.cityfarm.wien

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