30.11.2016, 15:59 Uhr

Sex and the City: Candace Bushnell, warum Mr. Big und nicht Aidan?

Candace Bushnell präsentierte in Wien ihr neues Buch "Killing Monica". (Foto: Max Spitzauer)

Die Ankündigung, dass Candace Bushnell im "Fashion Deli" in der Wiener Innenstadt zu einer Signierstunde erscheinen wird, löste bereits im Vorfeld Begeisterung aus. Immerhin stammen aus der Feder der US-Autorin Bücher wie "Sex and the City", "Lipstick Jungle" oder "Raufschlafen". Bei der Signierstunde wurden dann essentielle Fragen geklärt.

WIEN. Bereits eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn um 18 Uhr der kurzen Lesung samt Meet and Greet stehen sehr schicke, sehr blonde und sehr dünne Frauen in einer meterlangen Schlange vor dem Eingang der Boutique "Fashion Deli" in der Sterngasse. Passanten bleiben verwundert stehen und schauen ebenfalls gespannt in Richtung Eingang, welches Ereignis die Schönen und Reichen der Stadt geduldig in der Kälte stehen lässt. Zehn Minuten vor 18 Uhr schiebt eine schwarze Limousine verkehrt in die kleine Sackgasse und wartet mit offener Türe vor der Sterngasse 4.

Plötzlich kommt Bewegung in die Warteschlange - Candace Bushnell steuert den Wagen an und gibt vor dem Einsteigen den herbeieilenden Fans lächelnd Autogramme. Ratlos, warum die Hauptperson des Abends bereits vor Beginn der Signierstunde den Fashion Deli wieder verlässt, tröpfeln die Gäste ins Innere der Boutique und drängen sich mit Promis wie Christina "Mausi" Lugner, Andrea Buday, Carmen Kreuzer und Uschi Fellner von einem Eck ins andere. Die Kleidung und Accessoires der Boutique sind Nebensache, die angebotenen Cocktails und Häppchen finden mehr Anklang als die Ware des "Fashion Deli".

Prominente Sex and the City-Fans

"Ich bin ein riesengroßer `Sex and the City´-Fan", erklärt Mausi Lugner der bz. "Ich habe mir erst gestern wieder drei Folgen am Stück angesehen", so Mausi, die am Vorabend der fünften Scheidung ihres Ex-Mannes fabelhaft aussieht. "Ich habe alle Folgen schon x-mal gesehen und entdecke trotzdem immer wieder ein neues Detailchen. Außerdem ist Carrie genauso modegeil wie ich. Als ich neu in mein Haus eingezogen bin, habe ich mir ein Kino eingebaut, das dann aber sehr bald einer begehbaren Garderobe weichen musste!"

Auch Tanzprofi Yvonne Rueff outet sich als `Sex and the City´-Seherin: "Ich bin ein absoulter Fan! Und so eine Gelegenheit wie heute, Candace Bushnell zutreffen, gibt es nicht immer." Zwischen den schicken Damen und den unzähligen Reportern sind vereinzelt auch Herren zu finden. "Ich habe die Serie ab und zu beim Durchzappen gesehen", erklärt Model Cyril Radlher. "Zum einen hofft man zu lernen, wie Frauen ticken. Auf der anderen Seite zieht `Sex and the City´ heute Abend Frauen an und das ist wiederum sehr interessant für Männer."

Plötzlich brandet Applaus und Jubel auf, die Medienvertreter stürmen zur Tür und mit Alicia Keys "Empire State of Mind" betritt die 57jährige Autorin strahlend den "Fashion Deli". Junge Frauen in Pelzmänteln halten ihre pinken Smartphones in die Höhe und knipsen wild drauf los und selbst Medienprofis wie Uschi Fellner wirken aufgeregt.

Mr. Big und Mr. Darcy

Nach einer kurzen Begrüßung von Gastgeberin Christiane Seitz greift Candace Bushnell, die US-Schauspielerin Heather Locklear zum Verwechseln ähnlich sieht, lächelnd zum Mikrofon und hält eine kurze Lesung aus ihrem neuen Roman "Killing Monica". Nach ein paar Minuten geht die Fragerunde los - und Fragen haben die Anwesenden mehr als genug. In einer Stunde, während der sich immer weitere Gäste in die Boutique hineinzwängen, beantwortet Bushnell sehr auführlich alle Fragen rund um Carrie, Lipstick Jungle und ob es in ihrem Leben einen Mr. Big gab (ja).

Zum Abschluss wird endlich die Frage aller Fragen beantwortet: Wieso hat `Sex and the City´-Protagonistin Carrie letztendlich Mr. Big und nicht Aidan geheiratet? "Meine Mutter mochte Aidan nicht", erklärt Bushnell und erntet für diese ehrliche Antwort Lachen. Außerdem sei es menschlich, sich für den vielleicht nicht perfekten Partner zu entscheiden. "Elizabeth hat sich in `Stolz und Vorurteil´ auch für Mr. Darcy entschieden", zieht die Autorin eine Parallele zur großen Weltliteratur, ehe sie unzählige Bücher signiert und sich Zeit für Selfies mit allen Gästen nimmt.
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