11.09.2017, 12:58 Uhr

Schönbrunner Vorfeld: Baustart verzögert sich

Die Pläne für den Vorplatz sind eingereicht. Nun ist noch der Bewilligungsbescheid ausständig. (Foto: Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H./Zoom VP.at)

Der Busparkplatz und das Vorfeld vor dem Schloss sollen wie geplant gebaut werden - doch der Termin für den Baustart ist noch nicht klar.

HIETZING. In diesem Sommer hätte der Bau des Vorplatzes bzw. Busparkplatzes vor dem Schloss Schönbrunn beginnen sollen. Doch bis jetzt sind die Baumaschinen noch nicht vorgefahren. Zuletzt wurde über die geplanten Dachbegrünungen diskutiert. Dann bekam die Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. mit Klaus Panholzer einen neuen – umstrittenen – Geschäftsführer. Die bz hat nachgefragt, wann es nun zum geplanten Baustart kommen soll und ob sich an den Planungen doch noch etwas geändert hat.

"Die Planung ist abgeschlossen und das Bauvorhaben wurde bereits eingereicht. Eine positive Bauverhandlung bei der zuständigen Magistratsabteilung (MA 37BB) hat bereits am 2. August stattgefunden", erklärt Schönbrunns stellvertretender Direktor Herbert Polsterer. Der Bewilligungsbescheid sei noch ausständig, soll aber nur noch eine Formsache sein, nachdem mit allen Magistratsabteilungen und sonstigen Beteiligten bereits ein Einverständnis hergestellt worden sei, so Polsterer.

Bei den eingereichten Plänen habe es keine Änderungen gegeben. Auch der neue Direktor, Klaus Panholzer, habe keine weiteren Veränderungen vorgenommen. Nun warte man auf den positiven Bescheid. Dann sollen der Busparkplatz, der Pkw-Abstellplatz und auch die Dachbegrünung gemäß des Flächenwidmungsplans umgesetzt werden.

Bezirk nicht glücklich

Vonseiten des 13. Bezirks ist man mit dem aktuellen Stand der Planungen nur bedingt zufrieden. "Einige Verbesserungen, etwa weniger Busparkplätze und mehr Grün, wurden durchgeführt. Aber leider ist auch der aktuelle Plan kein großer Wurf. Wir hätten uns gewünscht, dass der Parkplatz unterirdisch gebaut wird", so Hietzings Bezirkschefin Silke Kobald (ÖVP). Doch Schönbrunn habe sich letzten Endes eben durchgesetzt. Auch das Expertennetzwerk ICOMOS (International Council on Monuments and Sites), das zur Beratung in dieser Sache herangezogen worden war, habe sich gegen einige Planungsdetails wie etwa die überdimensionierte Fotovoltaikanlage ausgesprochen, so Kobald. Schönbrunn hätte etwas anderes verdient.

Das Gebäude und das Flugdach für die Ein- und Ausstiegsstelle für Busse sollen begrünt werden. Die beiden Flugdächer im zukünftigen Pkw-Parkplatzbereich werden eine Fotovoltaikanlage erhalten. "Das entspricht auch den Vorgaben des Flächenwidmungsplans und war nie ein Thema", lässt der stellvertretende Direktor Herbert Polsterer wissen. Der Baustart verzögert sich jedoch.

"Es darf frühestens dann mit dem Bau begonnen werden, wenn der Bewilligungsbescheid eingelangt und rechtsgültig ist. Somit kann noch kein definitiver Baubeginn bekannt gegeben werden", so Polsterer. In Schönbrunn hofft man nun auf das Frühjahr 2018.
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