Wien
Marie Rötzer ist neue Direktorin am Theater in der Josefstadt
- Marie Rötzer übernimmt ab 2026/27 die künstlerische Leitung des Theaters in der Josefstadt.
- Foto: Theater in der Josefstadt/Alexi Pelekanos
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Marie Rötzer übernimmt ab der Saison 2026/27 die künstlerische Leitung des Theaters in der Josefstadt, während Stefan Mehrens die kaufmännische Geschäftsführung übernimmt. Rötzer, derzeit Intendantin des Landestheaters Niederösterreich, und Mehrens bringen umfangreiche Erfahrung mit und wollen das Theater internationaler und städtischer ausrichten.
WIEN/JOSEFSTADT. Im Sommer 2026 endet eine Ära: Herbert Föttinger legt seine künstlerische Leitung des Theaters in der Josefstadt nieder. Ebenso tritt Alexander Götz von seiner Position als kaufmännischer Direktor zurück. Die Saison 2026/2027 bringt frischen Wind ins renommierte Wiener Theater.
Marie Rötzer, derzeit Intendantin des Landestheaters Niederösterreich, übernimmt ab der Saison 2026/27 die künstlerische Leitung. Sie setzte sich gegen 23 Bewerberinnen und Bewerber durch und wurde einstimmig von Stiftungsrat und Aufsichtsrat unter Vorsitz von Thomas Drozda gewählt. Ihr Vertrag läuft zunächst über fünf Jahre.
Neben der künstlerischen Führung wird auch die kaufmännische Leitung neu besetzt. Stefan Mehrens übernimmt ab 1. September 2026 die Position von Alexander Götz, der diese seit 1999 innehatte. Mehrens, ein 55-jähriger Betriebswirt, bringt Erfahrungen von den Salzburger Festspielen und dem Staatstheater Braunschweig mit.
Erfolgreiche Karriere
Rötzer wurde 1967 in Mistelbach geboren und begann ihre Karriere nach dem Studium der Theaterwissenschaft und Germanistik in Wien. Sie arbeitete als Dramaturgin an verschiedenen deutschsprachigen Theatern und war ab 2012 als Referentin und Mitglied der künstlerischen Leitung am Hamburger Thalia Theater tätig.
- Die Intendantin des Landestheaters Niederösterreich und der geschäftsführende Direktor des Staatstheaters Braunschweig folgen auf Herbert Föttinger und Alexander Götz zum Beginn der Spielzeit 2026/27.
- Foto: Marlene Graupner/rmw
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Im Jahr 2016 übernahm sie die Intendanz in St. Pölten und führte das Landestheater zu großem Erfolg. Ihre Arbeit zeichnete sich durch eine Öffnung hin zu Europa aus, mit internationalen Gastspielen und Koproduktionen. Sie erzielte Publikumsrekorde und wurde durch ihre Zusammenarbeit mit namhaften Regisseuren wie Frank Castorf und Nikolaus Habjan international bekannt.
"Rein in die Stadt"
"Freude, Freude, Freude", so fasste Marie Rötzer ihre Bestellung zusammen. Sie plant, das Haus mit seiner großen Geschichte als österreichisches Erzähltheater weiterzuentwickeln und zu öffnen, um stärker in die Stadtgesellschaft zu wirken und Kooperationen im deutschsprachigen und europäischen Raum auszubauen. Mit ihrem internationalen Netzwerk beabsichtige sie, durch Gastspiele und den Austausch von Produktionen über nationale Grenzen hinweg Aufmerksamkeit zu schaffen. Ihr Motto lautet: "Runter von der Bühne, rein in die Stadt."
- Rötzers Motto lautet: "Runter von der Bühne, rein in die Stadt."
- Foto: Marlene Graupner/rmw
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Die Bühne der Kammerspiele solle das Broadway-Theater Wiens werden, mit tagesaktuellen Revuen, Komödien und Kabaretts anspruchsvolle Unterhaltung bieten und die drängenden Themen der Stadt mit Humor und Musik verhandeln. Gemeinsam mit einem großartigen Schauspiel-Ensemble wolle sie einen Ort gestalten, der das Stammpublikum weiterhin begeistert und neues Publikum erobert. "Das Theater in der Josefstadt soll ein Ort sein, an dem spielerisch Weltliteratur verhandelt wird. Ein Ort, um den komplexen Themen unserer Zeit eine optimistische, künstlerische Kraft entgegenzusetzen", so die künftige Leiterin.
Für Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) ist Rötzer eine "Idealbesetzung", ihr Konzept habe deutlich herausgestochen. Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) lobte Rötzers bisherige Arbeit und ihre Fähigkeit, das Landestheater Niederösterreich zu einem "Leuchtturm" zu machen, der auch viele Wienerinnen und Wiener in die niederösterreichische Landeshauptstadt lockte.
Teil der Tradition
Stefan Mehrens möchte in seiner Rolle als kaufmännischen Direktor am Theater in der Josefstadt gemeinsam mit der künstlerischen Direktorin Marie Rötzer und dem gesamten Team das traditionsreiche Haus weiterentwickeln.
- Stefan Mehrens wird kaufmännischer Geschäftsführer des Theaters in der Josefstadt.
- Foto: Theater in der Josefstadt/Björn Hickmann
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Mehrens äußerte sich begeistert über seine neue Aufgabe: "Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe als kaufmännischer Direktor am Theater in der Josefstadt und bedanke mich für das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird." Er betonte, dass das Theater in der Josefstadt ein wunderschönes, faszinierendes und traditionsreiches Haus sei und er es als großes Glück empfinde, nun Teil dieser Tradition zu werden. Besonders freue er sich darauf, die Menschen kennenzulernen, die mit ihrer Arbeit auf und hinter den Bühnen das Theater so angesehen und erfolgreich machen.
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