Gemeinde sagt ab
GTI-Treffen in Reifnitz findet nicht mehr statt
- Das GTI-Treffen soll künftig nicht mehr in Reifnitz stattfinden, sagt Maria Wörths Bürgermeister Markus Perdacher.
- Foto: Hude/Sissi Furgler
- hochgeladen von David Hofer
Die Gemeinde Maria Wörth sagt für die nächsten Jahr das GTI-Treffen ab.
MARIA WÖRTH. Die Gemeinde Maria Wörth war viele Jahre lang Austragungsort des GTI-Treffens. Die Geschichte dieses Großevents ist untrennbar mit dem Ortsteil Reifnitz verbunden und hat unserer Gemeinde viele Begegnungen, große Bekanntheit und nicht zuletzt auch wirtschaftliche Impulse gebracht. Gleichzeitig hat der enorme Teilnehmeranstieg über die Jahre auch immer deutlicher die Grenzen des möglichen Wachstums und der Belastbarkeit unserer Gemeinde und der gesamten Wörthersee-Region aufgezeigt.
Nachhaltigkeit und Klimaschutz wichtiger
Zahlreiche Begleiterscheinungen des Automobilevents haben zu zunehmender Kritik und abnehmender Akzeptanz des jährlichen Treffens geführt. Die Restriktionen in den Pandemiejahren haben das GTI-Treffen nun drei Mal entfallen lassen. Die Auswirkungen des Klimawandels, die Verantwortung der politischen Entscheider für den Erhalt der Öko-Systeme und die Notwendigkeit, das Handeln auf allen Ebenen nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit auszurichten machen es erforderlich, die Zukunftsgestaltung unter neue Prämissen zu stellen.
Auf der Grundlage dieser Überlegungen halten wir fest, dass die Gemeinde Maria Wörth in den nächsten Jahren keine konventionellen Automobil-Großevents mehr ausrichten wird.
Neue Bestimmungen für Flächen
Die Gemeinde Maria Wörth hat in den letzten Jahren intensive Konzept- und Planungsarbeiten für die Gestaltung der Zukunft des Ortsteils Reifnitz durchgeführt und einen umfassenden Transformationsprozess eingeleitet. In den nächsten Jahren werden im Zuge der Umsetzung des Ortsentwicklungsprogramms „Reifnitz 2030 | Nachhaltig leben am See" einige der bisher für Großevents genutzten Areale einer neuen Bestimmung zugeführt und neue Einrichtungen geschaffen. Maria Wörths Bürgermeister Markus Perdacher erklärt den schritt wie folgt: "Im Sinne von Localhood arbeiten wir daran, attraktive und nachhaltige Lebensräume zu schaffen, die allen Menschen zugutekommen, die sich in der Gemeinde aufhalten - unabhängig davon, ob sie ein paar Tage dort verbringen oder ein ganzes Leben."
"Für neue Ideen offen"
Der Bürgermeister von Maria Wörth zeigt sich nach dem Rückzug der Gemeinde aus dem GTI-Treffen für künftige Entwicklungen offen: "Gerne prüfen wir auch in Zukunft Vorschläge und Ideen für Veranstaltungen in unserer Gemeinde, werden aber abwägen, inwieweit sie mit unseren Vorstellungen von sozialer und ökologischer Verträglichkeit übereinstimmen und hohe Nachhaltigkeitsstandards erfüllen. In diesem Sinne sind und bleiben wir weiterhin mit der Mobilitätsindustrie im Gespräch, die genauso wie wir als Gemeinde dem tiefgreifenden Wandel in Richtung Ökologie und Nachhaltigkeit Rechnung tragen muss."
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