Über 3 Millionen Euro erkämpft: AK als wichtige Anlaufstelle in allen Lebenslagen

Korneuburgs Bezirksstellenleiter Alfred Jordan mit AKNÖ-Präsident Markus Wieser.
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BEZIRK KORNEUBURG. "Das umfasst sowohl die Steuerrückholaktion wie den Konsumentenschutz. Den größten Brocken macht naturgemäß aber unsere Hilfe bei Problemen am Arbeitsplatz oder in sozialrechtlichen Fragen aus", erklärt Bezirksstellenleiter Alfred Jordan. So haben sich heuer schon 2.770 Ratsuchende an die AK Korneuburg gewandt.
Einer von ihnen war ein 27-jähriger Koch, der nach rund sieben Monaten sein Dienstverhältnis ordnungsgemäß auflöste. Die vielen Überstunden, die er gesammelt hatte, wollte der Dienstgeber aber nicht bezahlen. Zum Glück hatte der Koch genaue Aufzeichnungen über seine Arbeitszeit geführt, die jedoch von denen des Dienstgebers abwichen. "Das ist nichts Ungewöhnliches. Derartige Fälle kommen immer wieder vor. Rechtlich ungünstig war allerdings, dass der Dienstnehmer die Aufzeichnungen des Arbeitgebers unterfertigt hatte", erzählt Jordan.
Den Experten der AK gelang es jedoch, den Dienstgeber zu überzeugen, einen Vergleich abzuschließen. "Und so erhielt der Dienstnehmer rund 3.500 Euro nachbezahlt."

Tipp vom AK-Experten: "Schriftstücke oder Arbeitsaufzeichnungen des Dienstgebers sollten ohne genaue Prüfung nicht unterschrieben werden. Mit einer derartigen Unterschrift werden unter Umständen wohl erworbene Ansprüche zunichte gemacht", warnt Alfred Jordan.

Jede 5. Überstunde unbezahlt

Häufig wenden sich Arbeitnehmer an die AK-Experten, da ihnen monatelang, mitunter oft jahrelang, geleistete Arbeits- und Überstunden nicht ausbezahlt wurden. Erhebungen zu Folge wird jede fünfte Mehr- oder Überstunde weder bezahlt, noch mit Zeitausgleich abgegolten. "Hier wird den Arbeitnehmern mitunter sehr viel Geld vorenthalten", weiß AKNÖ-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.
Dass nun durch das neue Arbeitszeitgesetzt – 12-Stunden-Tag/60-Stunden-Woche – weitere Lohneinbußen auf die Arbeitnehmer zukommen, wird bei der AK befürchtet. "Und dass bei der Ableistung von Mehrstunden von Freiwilligkeit gesprochen wird, hat mit der Realität nichts zu tun und ist eine Verhöhnung der Arbeitnehmer", ist Wieser überzeugt. Denn komme ein Beschäftigter dem Wunsch des Arbeitgebers nicht nach, müsse er mit Nachteilen rechnen, was bis hin zur Kündigung führen könnte.

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