13.07.2016, 14:24 Uhr

Kinder in Gefahr gebracht – Lehrerinnen entlassen

Geschlossener Bahnschranken heißt "STOPP" – sonst droht Lebensgefahr. (Symbolfoto)

Lehrerin schickten Kinder über Gleise kurz bevor Regionalzug einfuhr.

LEOBENDORF. Es war ein Schulausflug zur Burg Kreuzenstein nach Leobendorf, den rund 83 Kinder (1. bis 4. Klasse Volksschule) gemeinsam mit ihren Lehrerinnen am 28. Juni machten. Bei der Heimfahrt kam es zu einer lebensgefährlichen Situation.
Der Zug Richtung Wien stand bereits in der Haltestelle, der Schranken über die Gleise – am Leobendorfer Bahnhof gibt es keine andere Möglichkeit, als über die Gleise auf den gegenüber liegenden Bahnsteig zu kommen – waren geschlossen, weil der Regionalzug erwartet wurde. Um schnell noch den Zug zu erwischen, stellte sich eine Begleitperson auf die Gleise und winkte die Schüler, unter dem geschlossenen Schranken hindurch, auf die andere Seite. Nur wenige Sekunden, nachdem alle auf der gegenüberliegenden Bahnsteigseite angekommen waren, brauste der Regionalzug durch die Leobendorfer Station.


Lehrerinnen entlassen

Gegen die vier Lehrerinnen wird nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Gemeingefährdung ermittelt. Drei der Lehrerinnen wurden bereits vom Stadtschulrat entlassen – der Grund: Schwerwiegende Dienstpflichtverletzungen.
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elisabeth pillendorfer aus Leopoldstadt | 06.07.2016 | 16:56   Melden
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