18.12.2017, 13:29 Uhr

Unser "Zivi des Jahres"

Florian, Eva Ehn und Uli Höbarth-Kaindl freuen sich, dass Armin Robl immer noch zum Kunterbunt-Team dazu gehört.

Über 14.000 Zivis gab es 2016/17 – Armin Robl aus Stockerau wurde "Zivildiener des Jahres".

STOCKERAU. "Bundesheer kam für mich von Anfang an nicht in Frage. Ich wollte etwas Sinnvolles, etwas Soziales tun", erzählt Stockerauer Armin Robl. Bei der Zivildienstservicestelle erfuhr er von der Möglichkeit, seinen Zivildienst bei der Stockerauer Kindergruppe Kunterbunt zu absolvieren. "Ich hab mich eigentlich nur dort beworben und nach einem Probetag hab ich schon die Zusage bekommen."
Neun Monate also war Armin Robl Teil der "Wolfgruppe", hängte sogar freiwillig noch ein zusätzliches Monat an. Und: Der Stockerauer ist auf den Geschmack gekommen, seit September ist er fix im Team, unterstützt – neben dem Studium "Unternehmensführung" – Kindergruppen-Leiterin Eva Ehn im Büro.

Er ist ein Vorbild

Doch so einfach kann man nicht "Zivildiener des Jahres" werden. Zuerst braucht es eine Nominierung, die in Robls Fall von Uli Höbarth-Kaindl, selbst Teil des Wolfsgruppen-Teams, kam. "Armin hat sich einfach über das 'Muss' hinaus engagiert, hat zum Beispiel in seiner Freizeit ein Fußballturnier organisiert. Zudem hat er mit Herz und Verstand für Zusammenhalt gesorgt, was gerade in einer Zeit, die immer kälter wird, so wahnsinnig wichtig ist. Er war und ist einfach ein tolles Vorbild für unsere Kinder."

Lebensschule

Dass ausgerechnet ein junger Mann, der seinen Zivildienst bei einer Kinderbetreuungseinrichtung absolviert hat, die große Auszeichnung erhält, freut Eva Ehn ganz besonders. "In NÖ gibt es nicht viele solcher Einrichtungen, die Zivildiener aufnehmen – vielleicht vier oder fünf." Die Kindergruppe Kunterbunt, die Kinder von 1,5 bis 10 Jahren betreut, wird laufend von Zivildienern unterstützt. "Und schon zwei davon haben sich im Anschluss für eine pädagogische Ausbildung entschieden", erzählt die Kindergruppen-Leiterin.
Dass Robl jetzt im Büro 20 Stunden pro Woche mitarbeitet ist für Ehn ebenso ein Glücksfall. "Schließlich sind wir mit insgesamt elf Gruppen und 34 Mitarbeitern, davon sechs Zivildiener, ein Mittelbetrieb mit allen unternehmerischen Herausforderungen. Unsere Dienstleistung ist eben die Kinderbetreuung."

Ein besonderer Tag

Die Auszeichnung zum "Zivildiener des Jahres" wurde Armin Robl letzte Woche vom damaligen Innenminister Wolfgang Sobotka überreicht. "Ich hätte nie damit gerechnet und hab mich sehr gefreut."
Und noch etwas Gutes hat der Zivildienst in der Wolfgruppe der Kindergruppe Kunterbunt gehabt: "Ich hab auch meine Freundin hier kennengelernt", lacht Armin Robl verschmitzt.
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Helmut Böhm aus Waidhofen/Thaya | 01.01.2018 | 13:20   Melden
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