27.09.2016, 10:13 Uhr

Fleischermeister vergoldet

Zwölf mal Gold, acht mal Silber und zwei mal Bronze holten Susanne und Manfred Pfennigbauer nach Hausleiten.

Hausleitens Fleischer Manfred Pfennigbauer räumte beim internationalen Fachwettbewerb 22 Medaillen ab.

HAUSLEITEN. Alle zwei Jahre bietet der internationale Bewerb, im Volksmund auch "Wurst-WM" genannt, Fleischerfachbetrieben die Möglichkeit, die Qualität ihrer Produkte durch eine Fachjury bewerten zu lassen.

80 Fleischer – 900 Produkte

Rund 80 Fleischereibetriebe aus Österreich, Italien, Ungarn, Tschechien und Deutschland stellten sich vor kurzem in Hollabrunn dieser Herausforderung. Insgesamt wurden rund 900 Produkte, von Wurst über Rohfleisch bis Fertiggerichte, zur Bewertung eingereicht. Fleischermeister Manfred Pfennigbauer nahm an dem Bewerb zum ersten Mal teil. Und das mit durchschlagendem Erfolg. Zwölf Gold-, acht Silber- und zwei Bronzemedaillen fanden durch das Team rund um den Fleischermeister ihren Weg nach Hausleiten.

Patentiertes Fleisch

Nicht nur in Hausleiten und unmittelbarer Umgebung ist der Betrieb für seine Qualität bekannt und für Feinschmecker erste Adresse, wie zum Beispiel für die international erfolgreichen Grillkunst-Meister Beatrix und Franz Ertl aus Stockerau.
"Das Fleisch von unserem patentierten Wagramer Strohschwein ist einzigartig und durch strenge Regeln für unsere Lieferanten gleichbleibend hochwertig", erklärt Meister Pfennigbauer. "Das Wagramer Strohschwein wird ausschließlich in der Region Wagram geboren, artgerecht im geräumigen Stall mit viel Stroh gehalten und gemästet, und es wird besonderer Wert auf kurze Transportwege gelegt."

Eigene Schlachtung

Im Jahre 2000 übernahm Manfred Pfennigbauer mit seiner Frau Susanne, die auch aus einer Fleischerfamilie stammt, in dritter Generation die Fleischerei. Produktion und Verkauf wurden in der Folge umgebaut und erweitert, zuletzt 2002. Zur Zeit wird an einem neuen modernen Schlachthaus gebaut, damit in Zukunft nicht nur Rinder sondern auch wieder die Schweine im eigenen Betrieb geschlachtet werden können.

Nur Fachpersonal

In dem Betrieb sind insgesamt, also Fleischerei und Geschäft, 15 Personen beschäftigt. In der Produktion ausschließlich gelernte Fleischer. "Gottseidank ist es ja so, dass der Fleischerberuf als Lehrberuf wieder ziemlich gefragt ist", berichtet der Chef von derzeit zwei Auszubildenden. "Probleme gibt es allerdings beim Verkaufspersonal, durch die Samstagdienste ist da kaum jemand zu kriegen." Und auf die Frage, warum so viele Fleischereien zusperren, haben Susanne und Manfred Pfennigbauer ohne nachzudenken die Antwort parat: "Die total überzogene Bürokratie und der Vorschriftenwahnsinn der Behörden ist für viele einfach nicht zu verkraften."
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.