Landstraße
Brazilian Jiu-Jitsu beim Vienna Grappling Club ausprobieren
- Beim Vienna Grappling Club wird am Boden gekämpft. Die richtige Technik ist entscheidend.
- Foto: campion_films
- hochgeladen von Verena Kriechbaum
Bodenkampf ohne Schläge, aber mit präziser Technik: Das wird beim Vienna Grappling Club in der Landstraße trainiert. Der Gründer setzt auf übergreifende Konzepte und kleine Trainingsgruppen.
WIEN/LANDSTRASSE. Seit dem Frühjahr 2023 wird in der Landstraße fleißig trainiert. Gegründet wurde der "Vienna Grappling Club" von Jusuf Rasched. Mit rund 18 Jahren Trainingserfahrung und einem Schwarzgurt - einer der Meister-Grade - bringt der Sportler einiges an Kompetenz mit.
Aber was genau wird da eigentlich trainiert? Brazilian Jiu-Jitsu ist die brasilianische Weiterentwicklung des "Kōdōkan Judo" beziehungsweise "Jiu-Jitsu". Rasched bezeichnet den Sport als körperliches Schach. Man muss Lösungen finden, um sich aus Situationen zu befreien. Zwei Gegner beginnen den Kampf im Stehen. Sie versuchen, einander zu Boden zu bringen. Dort kämpfen sie dann mit Hebel- und Würgetechniken weiter.
Selbstverteidigung erlernen
Der Kampf kann einerseits durch Punkte gewonnen werden. Sollte einer der Sportler keinen Ausweg aus der Situation finden oder sich unterlegen fühlen, kann er andererseits "abklopfen". Mit diesem kurzen Signal gibt man dem Gegner das Zeichen, aufzuhören. Auch so kann der Kampf gewonnen werden.
- Mit Hebel- und Würgetechniken versucht man, den Gegner durch Punkte zu besiegen bzw. zum Aufgeben zu bringen.
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Das Signal muss sofort wahrgenommen und respektiert werden. Die Sportler übernehmen also nicht nur Verantwortung für sich selbst, sondern auch für andere. Daneben lernt man auch Selbstdisziplin und -verteidigung. Und: "Man kommt mit Leuten zusammen, mit denen man außerhalb des Trainings vielleicht nichts zu tun haben würde", so Rasched.
Grenzen kennenlernen
Besteht Verletzungsgefahr, weil man zu weit geht? Das kommt eigentlich selten vor, erklärt der Trainer. "Man hält mehr aus, als man denkt". Gerade zu Beginn neigt man nämlich eher dazu, früher "abzuklopfen". Mit der Zeit lernt man aber seine Grenzen gut kennen. Der Fokus des Vereins liegt auf übergreifenden Konzepten anstatt auf einzelnen Techniken. Dadurch soll erlernt werden, die richtige Taktik auf der Matte anzuwenden. So können auch Gegner, die größer oder schwerer sind, besiegt werden.
Beim Verein mitmachen kann eigentlich jeder, unabhängig von Geschlecht oder Vorerfahrungen. "Ab dem Moment, wo man Mitglied ist, ist man Teil der Gruppe", so Rasched. Niemand wird ausgeschlossen. Die einzige Voraussetzung: "Man muss schon körperlich belastbar sein". Alles andere lernt man mit der Zeit.
Kostenloses Probetraining
Derzeit hat der gemeinnützige Verein zirka 40 bis 50 Mitglieder. Ungefähr zweimal pro Jahr finden sogenannte Graduierungen statt, wo die Sportler durch einen Wettkampf in ihrer Gürtelklasse aufsteigen können.
- Jusuf Rasched (r.) hat den Verein gegründet.
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Ein gratis Probetraining kann vereinbart werden. Danach hat man die Möglichkeit, einzelne Stunden zu buchen beziehungsweise einen monatlichen Mitgliedsbeitrag zu zahlen. Bindung entsteht dabei keine. Damit kann man zu so vielen Einheiten kommen, wie man will. Eine Anmeldung ist nötig.
Der Vienna Grappling Club befindet sich in der Barmherzigengasse 17. Infos gibt es telefonisch unter 0670/353 63 70, per Mail an viennagrapplingclub@gmail.com oder hier online.
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