Liesinger denken über eine Seilbahn nach

Hier vom Laaber Spitz könnte die Seilbahn bis zur Waldmühle führen.
  • Hier vom Laaber Spitz könnte die Seilbahn bis zur Waldmühle führen.
  • Foto: Paleta
  • hochgeladen von Karl Pufler

LIESING. Wie kommt man nach Liesing, wenn die Torbögen in Kalksburg nicht passierbar sind? Diese Frage stellt man sich im Bezirk, nachdem im September des Vorjahres ein Laster die Durchfahrtshöhe missachtete und einen Crash verursachte.

Seitdem gibt es diverse Überlegungen, den Verkehrsstrom umzuleiten. So arbeitete die Bürgerinitiative "Kalksburg kommt unter die Räder" mit der Agenda 21 Pläne zur Verkehrsberuhigung aus. Darunter war etwa ein Tunnel zwischen Laab und Gießhübl sowie eine Verlängerung der U6 und eine Anbindung der Kaltenleutgebner Bahn ans Öffi-Netz.

"Lösung wurde bislang noch keine gefunden. Dafür sei es jedoch höchste Zeit, da die Verkehrsströme durch Kaltenleutgeben zunehmen werden", so Ernst Paleta von Pro23. Man muss jetzt handeln, um einen täglichen Stau zu verhindern. Die Tunnellösung ist technisch nicht machbar, eine zweite Spur kann nicht durchgehend angelegt werden, also bleibe nur die "Luftlinie", sagt Paleta. "Eine Seilbahn würde diese Probleme lösen", so der Liesinger Politiker.

Kaltenleutgebner Bahn

Als Einstiegsstelle könnte der Laaber Spitz in Breitenfurt Ost dienen. Anschließend soll die Fahrt über den Berg bis hin zur Waldmühle gehen, wo es einen Bus gibt. Am besten wäre es laut Paleta jedoch, dass die Kaltenleutgebner Bahn wieder in Betrieb genommen wird. "Das wäre eine kostengünstige Variante, da ja die Infrastruktur dafür bereits existiert", so Paleta. Die Züge könnten die Seilbahn-Fahrgäste dann aufnehmen und zu ihrem Ziel bringen.

Zwischenhalt: Wiener Hütte

Ernst Paleta geht mit seiner Vision aber noch einen Schritt weiter: Bei der Wiener Hütte könnte eine Mittelstation mit einem Zwischenhalt eingebaut werden. So könnte das Ausflugsziel auch von älteren und gehbehinderten Menschen besucht werden. Auch das Kollegium Kalksburg könnte von der Seilbahn angebunden werden.

Damit würden weitere Autofahrten eingespart, denn viele Eltern fahren ihre Kinder zur Schule. "Wenn man nur 200 Autos täglich weniger auf der Straße hat, dann ist das schon ein großer Erfolg", so Paleta.

"Fast die gesamte Strecke wäre auf niederösterreichischem Gebiet", so Bezirksvorsteher Gerald Bischof (SPÖ). Er ist im Gespräch mit seinen Kollegen jenseits der Stadtgrenze, um zumindest die Busfrequenz zu erhöhen. "Das würde schon einiges bringen", so Bischof. Er hofft, dass in Niederösterreich endlich ein Umdenken stattfindet und in Alternativen zum ausufernden Autoverkehr investiert wird.

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