Pro 23 verlangt ein Gesamtkonzept
Petition fordert das Ende des Baubooms in Liesing

David Maier und Ernst Paleta (r.) wollen mit ihrer Petition auf die Probleme in Liesing aufmerksam machen.
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  • David Maier und Ernst Paleta (r.) wollen mit ihrer Petition auf die Probleme in Liesing aufmerksam machen.
  • Foto: Pro 23
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"Liesing soll ein lebenswerter Bezirk bleiben!", fordert Pro23. Dafür sucht man jetzt Unterstützer.

LIESING. Der 23. ist einer der beliebtesten Bezirke Wiens. Alleine im Jahr 2019 haben sich 4.065 Menschen dazu entschlossen, in Zukunft hier zu leben, was die Gesamtbevölkerungsanzahl Liesings auf 110.464 erhöht hat.

Die steigende Nachfrage nach Wohnungen im 23. Bezirk ist nicht zu übersehen. Doch die rege Bautätigkeit findet nicht überall Zustimmung. "Die zügellose Verbauung, vor allem in Erlaa und in Atzgersdorf, hat den Charakter des Bezirks und die Lebensqualität der Liesinger bereits drastisch verschlechtert", meint Ernst Paleta, der für Pro23 im Bezirksparlament sitzt. Bedenken, die auch Patrick Gasselich (ÖVP) teilt: "Es werden riesige Wohnkomplexe gebaut, während die Infrastruktur, etwa Öffis, Nahversorgung oder Ärzte, völlig vernachlässigt wird."

Die rege Bautätigkeit, wie hier im Stadtentwicklungsgebiet Atzgersdorf ist nicht zu übersehen.
  • Die rege Bautätigkeit, wie hier im Stadtentwicklungsgebiet Atzgersdorf ist nicht zu übersehen.
  • Foto: Stadt Wien
  • hochgeladen von Ernst Georg Berger

Dazu David Maier, Familienvater und Teil des Pro23-Führungsteams: "Wir brauchen ein neues, transparentes und partizipatorisches Modell der Stadtentwicklung. Was jetzt gebaut wird, bestimmt die Zukunft der nachfolgenden Generationen für die nächsten 100 bis 200 Jahre."

Petition soll Druck machen

"Liesing muss lebenswert bleiben!" Unter diesem Motto hat Pro23 jetzt eine Petition aufgelegt (www.openpetition.eu). Im Wesentlichen stehen vier Punkte auf der Forderungsliste.
Allem voran soll ein verbindliches Gesamtkonzept, das Wohnen und Verkehr berücksichtigt, erstellt werden. Das deckt sich mit einem Antrag, den die ÖVP in der vergangenen Bezirksvertretungssitzung eingebracht hat. "Schön, dass unsere Idee aufgegriffen wurde. Wir wollen es aber nicht bei einem Antrag belassen, sondern auch Taten setzen", so Ernst Paleta.

Weiters steht ein sofortiger Stopp für Umwidmungen von Grünflächen auf Bauland auf der Agenda, ebenso ein sofortiger Baustopp für Bauvorhaben mit mehr als zwei Wohneinheiten, bis ein verbindlicher Bezirksentwicklungsplan vorliegt.

Schlussendlich verlangt man auch die Erstellung eines Konzeptes für den öffentlichen Verkehr in Liesing.

Man kann die Petition jederzeit unter www.openpetition.eu unterschreiben. Sollte man keinen Internet-Zugang haben, überbringen die Organisatoren die Unterstützungserklärung auch gerne in Papierform – Anforderung unter 0699/131 81 855.

Perspektive Liesing

Dieser Herausforderungen ist man sich in der Bezirksvorstehung bewusst. Gemeinsam mit der Technischen Universität Wien wurde vor einiger Zeit unter dem Titel "Perspektive Liesing" ein Strategieplan erstellt, der sukzessive umgesetzt wird.

Dabei gelte es, noch zusätzlich nachzuschärfen, wie Bezirksvorsteher Gerald Bischof (SPÖ) erklärt: "So nutzen zum Beispiel gewerbliche Bauträger alle rechtlichen Möglichkeiten aus, um Mehrparteienwohnhäuser in Einfamilienhausgebieten zu errichten. Das beeinträchtigt das Stadtbild und versiegelt Grünraum." Sein Plan für die nahe Zukunft: "Wir werden eine Strategie entwickeln, um diesem Trend Einhalt zu gebieten."

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