30.12.2017, 09:50 Uhr

Vom Salzkammergut bis Neuseeland

Lukas Kaufmann: Voller Fokus auf 2018. (Foto: sportfotograf.com)

Nach einer erfolgreichen Saison 2017 liegt der Fokus bei Lukas Kaufmann schon auf dem nächsten Jahr.

Nach einer erfolgreichen Saison 2017 liegt der Fokus bei Lukas Kaufmann schon auf dem nächsten Jahr.Im Gespräch erzählt der Biker aus Linz-Land von seinen Höhepunkten aus 2017, Aussichten auf 2018 und seinem Traum vom Profisportler.

Wie zufrieden sind Sie mit der abgelaufenen Saison? Welche waren die Highlights?

Kaufmann: 2017 war die erste Saison, in der ich mir alles selbst organisierte und es war die erfolgreichste Saison, die ich bisher hatte. Ich konnte fast bei jedem Rennen eine sehr gute Leistung zeigen, blieb verletzungsfrei und hatte auch technisch nur selten Probleme. Ich wurde Oberösterreichischer Landesmeister CrossCountry und Oberösterreichischer Vizelandesmeister Marathon. Highlights waren sicherlich die Starts bei den großen internationalen Rennen (Salzkammergut Trophy, Andalucia Bike Race, Roc d`Azur, 4Islands) weil dort die Stimmung immer ein Traum ist.

Wie halten Sie sich während der Rennpause fit?

Nach der abgelaufenen Saison habe ich meinem Körper einen Monat komplett Pause gegönnt. Seit Anfang November stehe ich im Training für 2018. In der Vorbereitungszeit versuche ich immer, meine Stärken beizubehalten, an den Schwächen zu arbeiten und so viel Abwechslung wie möglich ins Training zu bekommen. Von April bis Oktober sitze ich fast täglich am Fahrrad, da schaue ich, dass ich in der anderen Zeit eher andere Sportarten mache.

Welche Ziele haben Sie für das kommende Jahr?

Ich möchte wieder bei den größten Veranstaltungen Europas an den Start gehen, also werde ich mit Sicherheit wieder mehr Rennen im Ausland als in Österreich fahren. Außerdem will ich bei den Österreichischen Rennen ganz vorne mitfahren und natürlich in Oberösterreich die Nummer eins bleiben. Ein Traum von mir wäre die Teilnahme beim RACE ARROUND AUSTRIA und ein Start bei einem genialen Rennen ganz weit weg von zu Hause (Australien, Neuseeland, Brasilien).

Auf welche Rennen freuen Sie sich besonders und warum?

Ganz besonders freue ich mich auf jeden Fall wieder auf den 14. Juli 2018, denn da stehe ich um 5 Uhr morgens wieder am Start der Salzkammergut-Trophy 2018, wo wir 211 Kilometer mit 7149 Höhenmeter absolvieren müssen. Ich habe in dieser Region die Liebe zum Mountainbike-Sport gefunden, es ist nicht sooo weit weg von zu Hause, es ist eine extreme Herausforderung und deshalb jedes Jahr etwas ganz besonderes.
Natürlich freue ich mich auch schon sehr auf die „neuen“ Bewerbe, also dort, wo ich 2018 zum ersten Mal starten werde und auch auf die genialen Events, die ich heuer schon gefahren bin.

Welche sind die Herausforderungen, als Einzelkämpfer im Radsport in den Profibereich zu kommen?

Ich bin OÖ Landesmeister im Mountainbike CrossCountry und OÖ Landesmeister in Mountainbike Marathon und bis zum jetzigen Tag habe ich in den letzten vier Jahren null Unterstützung vom OÖ Radsportverband bekommen. Das heißt ich bin auf Sponsoren angewiesen und habe dann den großen Nachteil bei den Rennen, dass ich dort gegen Fahrer antrete, die den Radsport schon als Beruf ausüben. Es ist ca. so wie wenn Marcel Hirscher mit Ski von vor zehn Jahren versucht gegen die besten der Welt anzutreten, da wird es selbst für ihm extrem schwer. Aber aufgeben gibt es bei mir nicht und ich glaube fest daran, dass ich es in den nächsten Jahren schaffen werde.

Wie verbringen Sie Weihnachten und welche Vorsätze haben Sie für 2018?

Am 24. Dezember werde ich auf jeden Fall wieder eine Ski-Tour auf einen Berg machen, am Abend in die Kirche gehen und natürlich die gemeinsame Zeit mit der Familie genießen. Ich bin kein großer Fan von Vorsätzen, sondern möchte einfach weiterhin das machen, was mir Spaß macht und wenn man das macht, dann macht man es automatisch gut.
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