Finanzielle Gesten für Sexualopfer

24 weiteren Menschen, die in ihrer Kindheit und Jugend Opfer von physischer, psychischer und sexueller Gewalt im Heim- und Fürsorgewesen des Landes Oberösterreich geworden sind, werden von der Landesregierung finanzielle Gesten ausbezahlt. Das geben Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Landesrat Ing. Reinhold Entholzer bekannt.

Die Landesregierung folgte damit einer Empfehlung der Opferschutzkommission des Landes Oberösterreich. Bereits im Mai 2011, Jänner 2012, Juni 2012 und Februar 2013 wurden entsprechende finanzielle Gesten von der Landesregierung beschlossen. Seither haben sich weitere Betroffene bei der unabhängigen Opferschutzstelle gemeldet, die bei der Kinder- und Jugendanwaltschaft eingerichtet ist.

Insgesamt 230.000 Euro

Die Opferschutzkommission hat der Landesregierung die Auszahlung finanzieller Gesten in Höhe von diesmal insgesamt 230.000 Euro vorgeschlagen. Einige Betroffene haben vorgebracht, dass sie in den Werkstätten des Jugendwohnheims Linz/Wegscheid beschäftigt waren und in dieser Zeit nicht pensionsversichert waren. Der Nachkauf dieser Versicherungszeiten ist den Betroffenen ein großes Anliegen. Das Land Oberösterreich unterstützt die Betroffenen und stellt die erforderlichen Anträge. Ist ein Nachkauf möglich, finanziert das Land Oberösterreich die notwendigen Beiträge.

Bisher wurden für 20 Betroffene Pensionsversicherungszeiten nachgekauft. Von den nunmehr 24 Fällen haben sieben Betroffene um den Nachkauf von Pensionsversicherungszeiten angesucht. Diese Ansuchen werden derzeit vom zuständigen Pensionsversicherungsträger geprüft.

Bisher wurden rund 1,8 Millionen Euro an finanziellen Gesten, für Therapien, Nachkäufe von Pensionsversicherungszeiten etc. geleistet, mit dem heutigen Beschluss sind es rund zwei Millionen Euro.

Bisher ist es in 156 Fällen zur Auszahlung gekommen, mit den 24 heute beschlossenen sind es 180 Auszahlungen.

Wertschätzender Umgang mit Betroffenen

„Uns geht es darum, mit den Betroffenen wertschätzend und umsichtig umzugehen“, betonen Pühringer und Entholzer. „Das Land Oberösterreich entschuldigt sich bei jedem einzelnen Opfer für das erlittene Unrecht. Natürlich ist dabei allen Beteiligten klar, dass das Leid der Betroffenen bedauerlicherweise nicht ungeschehen gemacht werden kann.“

Das Land Oberösterreich sieht seine gesellschaftspolitische Verantwortung auch darin, aus den Erkenntnissen und Erfahrungen der Vergangenheit zu lernen und setzt schon seit Jahren Schritte, damit derartige Verfehlungen möglichst gar nicht vorkommen. Dazu gehören bestmögliche Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen und besondere Fürsorge für jene, die im Rahmen von Jugendwohlfahrtsmaßnahmen außerhalb der Familie leben müssen.

Autor:

Marlene Mülleder aus Oberösterreich

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