In 20 Jahren wird der Individual-Flugverkehr dem Auto Konkurrenz machen

Mehr als 170 Patente gehen auf den weißhaarigen Linzer Erfinder Meinhard Schwaiger. Er ist es auch, der die derzeit wohl besten Drohnen der Welt entwickelt hat, trotzdem strahlt er Bodenständigkeit aus. Seine Geräte sind alles andere als das. Allen voran die Drohne „D-Dalus“. Diese hat nur 25 Kilogramm und kommt ohne fossile Brennstoffe aus. Die D-Dalus kann vertikal starten und landen, in einem Schwebezustand verharren, sich um jede Raumachse drehen und aus dem Schwebezustand in einen stabilen Vorwärtsflug übergehen. Sie kann seitwärts und rückwärts fliegen und nahezu überall, auch auf einem Schiff in rauer See, landen. Dazu ist die D-Dalus geräuscharm und kann mit hochauflösenden Kameras ausgestattet werden. Dadurch ergeben sich vielfältige Möglichkeiten. „Wir könnten zum Beispiel bei der Abfahrt in Kitzbühel über die gesamte Strecke vorm Läufer mitfilmen. Ähnliches wäre auch beim Skispringen und in anderen Bereichen möglich“, sagt Schwaiger. Diese Eigenschaften machen die Drohne aber auch zum perfekten Sicherheitsinstrument. „Wir haben derzeit eine konkrete Anfrage der britischen Regierung. Diese will unsere Drohnen einsetzen, um die illegale Fischerei am Meer zu unterbinden. Dadurch können viele Lebewesen beschützt werden“, so Schwaiger. Die Drohnen bewegen sich dabei in so großen Höhen, dass sie mit dem freien Auge kaum noch entdeckt werden können. „Trotzdem erkennen die Kameras, ob sich der Seemann heute morgen rasiert hat oder nicht“, sagt Schwaiger.
Die Technologie kann aber nicht nur auf hoher See, sondern auch im urbanen Bereich eingesetzt werden. „Polizeiautos können oft nur schwer die Verfolgung aufnehmen, ein Überflug mit Drohnen wäre da wesentlich effektiver“, so Schwaiger. Das wirft aber auch die Frage nach der Überwachung auf. Und vor allem jener nach der Privatsphäre. „Filmaufnahmen vom eigenen Haus sind erlaubt. Sobald ich in fremdem Auftrag eine Drohne fliege, die auch nur mit einer Kamera bestückt ist, brauche ich eine Erlaubnis der Austro Control“, erläutert Sigmar Stadlmeier vom Institut für Völkerrecht an der Johannes Kepler Universität.

Individual-Flugverkehr
Die Technologie ist aber noch lange nicht an ihrem Zenit angekommen. Die Entwicklung im Drohnenbereich könnte unser Leben nachhaltig verändern. „In weniger als 20 Jahren kann Individual-Flugverkehr möglich sein. Dann kann man ganz einfach zu Hause im Garten in das Flugobjekt einsteigen, auf Autopilot stellen und im Garten eines Freundes oder in der Innenstadt auf einem Flachdach landen“, sagt Schwaiger. Vor allem für Mittelstrecken könnte dieses Fortbewegungsmittel effektiv sein. „Die Drohnen fliegen schneller als derzeit Hubschrauber, sind viel günstiger und leiser, brauchen nur ein Zehntel an Treibstoff und kommen ohne Piloten aus“, sagt Schwaiger.

Autor:

Stefan Paul Miejski aus Linz

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