Industrie
Neuerliche Gewinnwarnung bei voestalpine AG

Das Ergebnis der voestalpine AG wird im laufenden Geschäftsjahr 2019/20 mit Einmaleffekten von rund 360 Millionen Euro belastet.
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  • Foto: voestalpine AG
  • hochgeladen von Andreas Baumgartner

Hohe negative Einmaleffekte drücken das Ergebnis der voestalpine AG weiter nach unten. Dividende dürfte geringer ausfallen.

LINZ. Der Vorstand des Linzer Stahlerzeugers voestalpine AG gab am Montag in Linz Sonderabschreibungen in Höhe von 280 Millionen Euro bekannt. Basierend darauf korrigerte der Vorstand das operative Ergebnis (EBITDA) von 1,3 Milliarden Euro auf rund 1,2 Milliarden Euro nach unten. Das Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr 2019/20 werde insgesamt mit Einmaleffekten von rund 360 Millionen Euro belastet. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll dadurch "gerade noch positiv" ausfallen, teilte der Konzern mit.

Werk in Texas stark betroffen

Für die Steel Division seien zwei Abschreibungen mit insgesamt 200 Millionen Euro notwendig. Einerseits wird die Giesserei Traisen ihre Ergebnisziele nicht halten können und muss 25 Millionen Euro abschreiben. Der weitaus größere Abschreibungsbedarf trifft das Werk in Texas (voestalpine Texas LLC). Das US-Werk leidet unter den aktuell hohen Eisenerzpreisen und niedrigen Schrottpreisen. Auch das ursprüngliche Produktionslevel des Automotive-Werks in Carterville (USA) könne nicht erreicht werden. Der Abschreibungsbedarf liegt bei rund 40 Millionen Euro. Der Produktionsstandort in Kindberg ist von den eingeführten US-Strafzöllen auf europäische Stahl- und Aluminiumprodukte besonders stark betroffen. Nachdem auf unbestimmte Zeit mit Handelsbarrieren gerechnet wird, ist eine Sonderabschreibung in Höhe von rund 20 Millionen Euro vorgenommen worden. Hinzu kommen Abwertungen und Vorsorgen über 80 Millionen Euro für Sanierungsprogramme und andere Risiken.

Keine Arbeitsplätze in Österreich gefährdet

Arbeitsplätze sind in Österreich durch die heute bekanntgegebenen Einmaleffekte nicht gefährdet. Der Überstundenabbau, die Reduktion des Leasingpersonals und das Nicht-Nachbesetzen von freiwerdenden Stellen laufen nach Plan. „Wir bewerten die zukünftigen Markterwartungen angesichts der neuen Rahmenbedingungen nun deutlich vorsichtiger als ursprünglich geplant. Wir müssen daher unsere Erwartungshaltung betreffend der Werthaltigkeit einzelner Gesellschaften zurücknehmen und einmalige Sonderabschreibungen vornehmen“, so Herbert Eibensteiner, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG. 

Geringere Dividende

Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2019/2020 eine der Situation angepasste und damit im Vergleich zum Vorjahr geringere Dividende – unter der Berücksichtigung einer Dividendenrendite und einer Payout Ratio – der Hauptversammlung vorzulegen.

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