Obdachlosigkeit
"s'Häferl" in Mariahilf gibt neue Perspektiven
- Pia Rotter ist MeinBezirk Redakteurin.
- Foto: Lisa Scherzer/ RMW
- hochgeladen von Pia Rotter
Während ihrer Schulzeit absolvierte Pia Rotter 2018 ein Praktikum im "s’Häferl" in der Hornbostelgasse 6. Die Zeit dort prägte sie und führte dazu, dass sie gesellschaftliche Strukturen hinterfragte.
WIEN/MARIAHILF. Beim "s'Häferl" handelt es sich um ein Wirtshaus für Menschen ohne Obdach. MeinBezirk berichtete:
Was mich während meiner Zeit dort besonders bewegte, war der Blick hinter die Fassade der Besucherinnen und Besucher.
Diese Menschen sind nicht einfach Opfer ihres Schicksals, sondern häufig das Resultat eines Systems, das sie durch das Auffangnetz fallen ließ. Oft sind es mehrere Faktoren wie Arbeitslosigkeit, gesundheitliche Probleme oder familiäre Konflikte, die dazu führen.
Individuen mit Geschichte
Das wahre Problem liegt jedoch in der Tatsache, dass wir als Gesellschaft nicht bereit sind, diese Menschen als das zu sehen, was sie sind: Individuen mit einer Geschichte, die nicht auf der Straße enden müssen.
- Elisabeth Guttmann, welche einige Jahre das "s'Häferl" geführt hat, gibt die Leitung der Organisation innerhalb einer zweijährigen Übergabe an Tobias Riener ab.
- Foto: Diakonie Wien
- hochgeladen von Pia Rotter
Anstatt sie zu stigmatisieren, sollten wir uns die Frage stellen, wie wir verhindern können, dass mehr Menschen in diesem Kreislauf gefangen bleiben. Denn wer am Rande lebt, hat genauso eine Zukunft – wenn wir bereit sind, hinzuhören und zu helfen.
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