Kettenbrücke: Langos-Stand sorgt für Ärger in Mariahilf

Das Jugendstil-Ensemble im Hintergrund: Der Kiosk verstellt den Blick darauf, das gefällt dem Bezirk gar nicht.
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MARIAHILF. Eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs beschäftigt derzeit den Bezirk Mariahilf. Es geht dabei aber nicht um die Baustelle am Getreidemarkt oder ein anderes aufsehenerregendes Projekt – der Anlass ist ein Kioskstand auf der Kettenbrücke. Das ist jene Brücke, die als solche relativ schwer zu erkennen ist, weil sie sich mitten im Gebiet des Naschmarkts befindet.

Der Kiosk steht dort seit April, seither werden Langos und Snacks verkauft. Bereits im Rahmen des Bewilligungsverfahrens hatte Bezirksvorsteher Markus Rumelhart (SPÖ) Bedenken in Zusammenhang mit dem Stand geäußert und sich gegen die Errichtung ausgesprochen. Unterstützung erhielt er dabei von den Dienststellen der Stadt Wien: Auch dort war man der Meinung, dass die Kettenbrücke kein geeigneter Platz für diesen Stand sei. Warum?

Gesamteindruck unpassend

„Der Kiosk verstellt nicht nur den Blick auf das Jugendstil-Ensemble, sondern auch den Gehsteig“, so Bezirksvorsteher Rumelhart. Er verstehe die Beschwerden über den neuen Verkaufsstand. Darüber hinaus gibt er zu bedenken, dass der Gesamteindruck des Standes nicht zum Naschmarkt passe und der Blick auf die Otto-Wagner-Häuser an der Linken Wienzeile durch den zwei mal drei Meter großen „Neubau“ beeinträchtigt werde. Das hatten offenbar auch die Zuständigen der Stadt Wien so gesehen und in erster Instanz keine Bewilligung für die Aufstellung erteilt.
Der Betreiber des Standes erhob jedoch Einspruch und erhielt letztendlich vom Verwaltungsgerichtshof recht. Der Betreiber darf seinen Stand aufstellen. Das Urteil begründet der Gerichtshof so: Auf diesem Platz besitzt der Betreiber eine rechtskonforme Genehmigung für einen Maronistand im Winter. Eine Verwehrung für einen Verkaufsstand im Sommer sei daher nicht verständlich.

Marktamt wird prüfen

Bezirksvorsteher Rumelhart kann die Entscheidung nicht nachvollziehen, weil der Verkaufsstand nun ganz andere Dimensionen angenommen hat und wesentlich größer ist als ein kleiner Maronistand. Er beauftragte daher das Marktamt, sich den Stand genauer anzusehen. „Sie werden prüfen, ob sich der Betreiber an alle Auflagen hält“, so Rumelhart. Das ist auch die einzige Möglichkeit, dem Stand beizukommen. Denn nur wenn sich der Betreiber nicht an die Auflagen hält, kann das Marktamt – trotz des positiven Entscheids des Verwaltungsgerichtshofs – etwas gegen den Stand unternehmen, etwa Strafen verhängen.

Das Jugendstil-Ensemble im Hintergrund: Der Kiosk verstellt den Blick darauf, das gefällt dem Bezirk gar nicht.
Der Kiosk passe nicht zum Gesamteindruck, außerdem verstelle er den Gehsteig, beschwert sich Bezirksvorsteher Rumelhart.
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