Unter dem Christbaum
Krippenbau mit Tradition in Marz

Gertrude Beckers Enkerl zeigen drei der Krippen, die derzeit im Entstehen sind.
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  • Gertrude Beckers Enkerl zeigen drei der Krippen, die derzeit im Entstehen sind.
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Seit beinahe 30 Jahren sorgt Gertrude Becker für Krippen unter dem Weihnachtsbaum

MARZ. Die Gemeinde Marz ist für vielerlei Dinge bekannt. Sei es die traumhafte Lage inmitten der intakten Natur, die Wirtshauskultur oder das rege Vereinsleben. Weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus berühmt ist auch der Krippenbau.

Seit beinahe 30 Jahren

„Heut kommen zum Teil schon die Enkelkinder der ersten Krippenbauer von damals“, erzählt Krippenbaumeisterin Gertrude Becker, die in Marz vor beinahe 30 Jahren mit dem Krippenbau begonnen hat. Viele tausend Krippen sind seither entstanden, eine Vielzahl davon beim ehemaligen „Beckerheurigen“, wo auch heuer wieder an fünfzehn Exemplaren gewerkt wird.

Holz aus dem Westen

„Fünfzehn ist auch das Limit, damit es halbwegs übersichtlich bleibt“, erklärt Becker die aktuelle Kursgröße. Die Krippenbauer sind rund 28 Stunden mit dem Bau beschäftigt, für Gertrude Becker ist jedoch im Hintergrund vieles zu erledigen. „Ich bin schon vorab mit dem Maße nehmen beschäftigt, damit die Krippenbauer dann gleich loslegen können. Aber auch Materialien gilt es zu besorgen. Unser Holz kommt oft aus Tirol oder Vorarlberg, das heimische ist leider – zB aufgrund der Borkenkäfer – zu anfällig.“ Selbst gemacht wird in Marz übrigens nicht nur die Krippe, sondern jeder Hackstock, Rechen oder Baum.

Ausbildung in Tirol

Ein natürliches Talent wurde Gertrude Becker schon in die Wiege gelegt, den Feinschliff holte sie sich in der Krippenbauschule in Innsbruck. „Dort habe ich vier Jahre lang gelernt und bin seit 1998 Krippenbaumeisterin“, erzählt die Obfrau des Marzer Krippenbauvereins über ihr Hobby, dass sie beinahe als Sucht bezeichnet.

Wehrmutstropfen

27 Mal konnten die fertigen Krippen dann im Dezember bei der traditionellen Krippenausstellung bewundert werden. Eine 28. Ausstellung fällt in der heurigen Vorweihnachtszeit aus. „Viele Krippen werden heuer verschenkt und sind zur Ausstellung nicht da – und ich stelle sicher keine alten Krippen aus“, so der Krippenprofi, der sich für das kommende Jahr aber schon Ideen hat: „Vielleicht machen wir die Ausstellung nächstes Jahr ein wenig größer unter dem Motto ,Einst und Jetzt'".
Schön wäre dies allemal. Denn genauso wie das rege Vereinsleben oder die intakte Natur ist auch der Krippenbau samt Ausstellung ein Teil, den man in Marz nicht vermissen will.

Autor:

Hannes Gsellmann aus Eisenstadt

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