Meidling
Erstes kassenfinanziertes Schmerzzentrum Österreichs eröffnet

Am 10. März hat das erste Schmerzzentrum in Österreich eröffnet, das von der Krankenkasse finanziert wird. Dieses befindet sich um AUVA-Traumazentrum. | Foto: GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com
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  • Am 10. März hat das erste Schmerzzentrum in Österreich eröffnet, das von der Krankenkasse finanziert wird. Dieses befindet sich um AUVA-Traumazentrum.
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Am 10. März hat das erste Schmerzzentrum in Österreich eröffnet, das von der Krankenkasse finanziert wird – und das im AUVA-Traumazentrum im 12. Bezirk. Weitere sollen noch dieses Jahr in drei Bezirken folgen.

WIEN/MEIDLING. Schmerzen gehören zum Leben dazu. Sie haben auch eine sinnvolle Funktion, denn dadurch merkt man erst, wie sehr man sich verletzt hat. Anders ist das aber, wenn sie chronisch werden oder trotz Behandlung keine Verbesserung einsetzen.

"Jeder fünfte Mensch, also 20 Prozent, leidet unter chronischen Schmerzen", weiß Birgit Luttinger-Steiner, die Leiterin des ersten Schmerzzentrums auf Krankenkasse, das im AUVA-Traumazentrum in Meidling am Montag, 10. März, eröffnet hat. Das heißt, dass man die Leistungen über die E-Card beziehen kann. 

"Wie Detektiv Knatterton"

Rund zwei Jahre lang hat sie mir ihren Kollegen und Kolleginnen bereits an einer Lösung des Problems gearbeitet. Denn bisher fehlte der Zusammenhalt und die Finanzierung. Nunmehr heißt es: "Zusammenarbeiten". Das ist durch einen Zusammenschluss der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) mit der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau (BVAEB) und der Sozialversicherungsanstalt der Selbstständigen (SVS) möglich.

Birgit Luttinger-Steher leitet in Meidling das erste Schmerzzentrum. | Foto: Karl Pufler/MeinBezirk
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"Wichtig ist es, den Patienten oder die Patientin auch anzugreifen", so Luttinger-Steiner. So erfährt man auch mehr darüber, wo die Schmerzen tatsächlich sitzen. "Eine gute Diagnose ist ein bisschen wie der Comic-Detektiv Nick Knatterton." Man muss einiges ausprobieren, bevor man die richtige Diagnose feststellen kann. "Das Ziel der ganzen Behandlung ist dann ein glücklicher Patient."

Vernetzung fehlte bislang

"Einige Spitäler, wie etwa das AKH, haben zwar schon ein Schmerzzentrum, aber die Vernetzung nach außen fehlt ein wenig", so die Ärztin. In den weiteren Schritten soll das neue Schmerztherapiezentrum eng mit bereits vorhandenen Ressourcen, etwa Schmerzambulanzen oder dem Gesundheitszentrum Neubau, eng zusammenarbeiten.

Im Meidlinger Traumazentrum ist nun auch das erste Schmerzzentrum in Betrieb gegangen. | Foto: Karl Pufler/MeinBezirk
  • Im Meidlinger Traumazentrum ist nun auch das erste Schmerzzentrum in Betrieb gegangen.
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Bei der Schmerztherapie ist es Standard, dass die Patientinnen und Patienten erst einen Fragebogen ausfüllen. Erst dann kommt man zum Arzt oder der Ärztin. Der erste Termin dauert rund eineinhalb Stunden, alle weiteren rund 20 Minuten, das hängt aber von den jeweiligen Diagnosen ab. 

Behandlung auf Kasse

"Die Eröffnung des ersten kassenfinanzierten Schmerzzentrums ist ein Meilenstein in der Behandlung und interdisziplinären Betreuung von Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen", so Roland P. Frank, ärztlicher Direktor der AUVA. Bislang habe es in Österreich im Durchschnitt 1,9 Jahre gedauert, bis man geheilt war. Dies sollte um einiges schneller gehen, zeigt er sich zuversichtlich.

Roland P. Frank, ärztlicher Direktor der AUVA, freut sich, dass Österreichs erstes Schmerzzentrum auf Kasse in Meidling beheimatet ist. | Foto: Karl Pufler/MeinBezirk
  • Roland P. Frank, ärztlicher Direktor der AUVA, freut sich, dass Österreichs erstes Schmerzzentrum auf Kasse in Meidling beheimatet ist.
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"Neben der Ausweitung von telemedizinischen Angeboten zählt der Aufbau von Facharztzentren zu meinen wichtigsten Zielen. Wir müssen gemeinsam mit unseren Partnern neue Wege gehen, um unseren Versicherten hochqualitative und innovative Behandlungen zu ermöglichen. Das neue Zentrum setzt auch unseren Weg hin zu multiprofessionellen, umfassenden und vor allem vernetzten Behandlungen weiter fort - ganz nach meinem Motto 'Grenzen überwinden und Gesundheitsversorgung neu denken’", meint Vorsitzender des ÖGK-Verwaltungsrates, Peter McDonald.

Das Schmerzzentrum befindet sich in der Meidlinger Köglergasse 2A. Aber bereits im zweiten Quartal wird ein zweites im Rabenhof (3. Bezirk) in Betrieb gehen. Zusätzlich gibt es bereits Interessenten für ein Schmerzzentrum in Floridsdorf und der Donaustadt noch in diesem Jahr.

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