Niki Polaschek ist Austrian Champion im Tricking
Ein Sportlertraum wurde wahr
- Niki Polaschek am Siegerstockerl.
- Foto: privat
- hochgeladen von Gabriela Stockmann
Am 8. August in Graz ging für den jungen Mödlinger NIki POlaschek ein Traum in Erfüllung. In seiner heiß geliebten Akrobatiksportart Tricking wurde er österreichischer Meister und setzte sich gegen nationale und internationale Sportler*innen durch.
Veranstaltet wurde das Event vom PFT Graz Team, das Teil des Vereins Grazer Turnerschaft ist.
MeinBezirk hat Niki Polaschek interviewt.
MEINBEZIRK: Beschreibe deine Siegeskür! Welche Figuren hast du eingebaut?
NIKI POLASCHEK: Der Wettkampf folgt einem Turnierbaum, bei dem immer zwei Athlet*innen in einem 1-gegen-1-Duell antreten und ihre besten „Combos“, also Abfolgen von Kicks, Saltos und Schrauben, demonstrieren. Eine fünfköpfige Jury entscheidet nach jeder Runde, wer die beeindruckendere Leistung gezeigt hat. Es gilt das Best-of-Three-Prinzip: Wer zuerst zwei Runden für sich entscheidet, gewinnt das Duell. Der Sieger kommt dann weiter und tritt gegen einen der Gewinner der anderen Duelle an, bis sich am Ende zwei Finalisten gegenüberstehen.
In meinen Runden kombinierte ich Tricks wie den „Triple Full“ (ein Rückwärtssalto mit drei Schrauben) und dem „Double Cork“ (ein einbeinig abgesprungener Rückwärtssalto mit zwei Schrauben) mit komplexen Kick-Abfolgen.
Wie viel und lang hast du trainiert dafür?
Spezifisch auf den Wettkampf habe ich mich tatsächlich nur in einer Trainingseinheit vorbeireitet, in der ich die Kombinationen, die ich zeigen wollte, nochmal bewusst durchgegangen bin. Jedoch trainiere ich den Sport seit Jahren sehr intensiv weshalb ich die einzelnen Tricks, die ich zeigte, bereits gut beherrsche. Indirekt habe ich mich also schon die letzten Jahre auf derartige Wettkämpfe vorbereitet.
Was war das schwierigste?
Das schwierigste für mich bei Tricking Wettkämpfen, ist es warm zu bleiben und bis zum Ende das Leistungsniveau aufrecht zu halten.
Zwischen den eigenen Runden verbringt man nämlich einige Zeit damit zuzusehen, während die anderen Duelle stattfinden. Das lange Rumstehen und das immer wieder steigende und sinkende Adrenalin machen es recht schwierig nicht auszukühlen.
Zudem steigt das Niveau der Tricks je näher es Richtung Finale geht. Bei den vielen Runden voller anaerober Belastung kommt man da ziemlich außer Atem!
Wie hat dich die Jury bewertet und welches Gefühl hat dich bewegt, als dein Sieg feststand?
Im Finale konnte ich mich mit einem knappen 2:1 durchsetzen.
Es war ein unglaublich tolles und erleichterndes Gefühl, als mein Sieg feststand, da so viele talentierte Athleten teilnahmen, die es ebenso absolut verdient hätten.
Ich bin außerdem extrem dankbar für die vielen Leute, die hinter mir standen und mich unterstützt haben!
Und was sind deine nächsten Ziele?
Ich werde weiterhin im Training mein Bestes geben. Wie ich auch schon letztes Mal erwähnt hatte, möchte ich nicht in erster Linie für Wettkämpfe trainieren, sondern um mich selbst zu verbessern und neue schwierigere Tricks zu lernen.
Auch den im letzten Interview für MeinBEZIRK erwähnten Triple Cork (einbeinig abgesprungener Rückwärtssalto mit drei Schrauben) habe ich glücklicherweise bereits geschafft. Allerdings gibt es immer noch viele andere Tricks und Kombinationen auf meiner Liste, auf die ich in nächster Zeit hintrainieren werde!
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