05.10.2017, 15:23 Uhr

Diskussion: Wie Integration gelingen kann

(Foto: Connect Mödling)

Connect Mödling lud zu hochkarätig besetztem Themenabend.

BEZIRK MÖDLING. Das Raiffeisen-Forum war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Connect Mödling, das lokale Flüchtlingsnetzwerk zur Integration von Flüchtlingen,  lud gemeinsam mit der Raiffeisen Regionalbank Mödling zum Themenabend „Flüchtlinge – Willkommen in Mödling? Wie und warum Integration gelingen kann“.

Nach der Eröffnung der Veranstaltung durch Geschäftsleiter Stephan Jauk und expliziten Dankesworten an alle ehrenamtlichen Tätigen durch Vizebürgermeister Gerhard Wannenmacher lauschte man gespannt dem Erfahrungsbericht Ferry Maiers. Der langjährige Generalsekretär des österreichischen Raiffeisenverbandes stellte sein neues Buch „Willkommen in Österreich? – Was wir für Flüchtlinge leisten können und wo Österreich versagt hat“ vor. Er berichtete über seine Erfahrungen als Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung – und packte viele Anekdoten in einen äußerst kurzweiligen Vortrag, der großen Anklang fand.
In der anschließenden Podiumsdiskussion erzählten Barbara Kreuzer und Ingrid Kuhn von den laufenden Aktivitäten des Vereins Connect Mödling, die weit über Deutschkurse hinausreichen und beispielsweise ein Patenprogramm sowie gezielte Vorbereitung zum Pflichtschulabschluss beinhalten.
Andreas Diendorfer, Geschäftsführer des privaten Vereins tralalobe, der es sich zum Ziel gemacht hat, Flüchtlingen vor allem durch leistbare Wohnungen zu unterstützen, berichtete aus seinem Alltag. In der anschließenden Diskussion meldeten sich viele freiwillige Helferinnen und Helfer zu Wort. Nicht wenige von ihnen betreuten selbst einen jungen Burschen. Der Tenor war klar: Lernt man die geflüchteten Menschen persönlich kennen, dann ist diese Beziehung oft eine Bereicherung, man leidet selbst aber auch mit dem ungewissen Schicksal des Schützlings mit. Die größten Sorgen bereiten den ehrenamtlich Tätigen vor allem die drohenden Abschiebungen nach Afghanistan. Es herrschte Einigkeit im Publikum, dass jene Menschen, die auf dem besten Wege zu einer gelungenen Integration sind, nicht abgeschoben werden sollen. Die kulinarische Bereicherung zeigte sich zum Abschluss auch konkret: Das köstliche arabische Buffet fand reichen Anklang.
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