22.03.2017, 11:38 Uhr

Onkel Doktor für vier Pfoten

Dr. Quehenberger mit Gundi und ihrer Besitzerin.

Der veterinärmedizinische Beruf ist sehr vielseitig und verlangt vor allem eins: ein Herz für die Tiere.

BEZIRK. Wir leiden mit, wenn eines unserer Haustiere verletzt oder krank ist. Im vierten Teil der Serie 'Mein bester Freund' haben die Bezirksblätter Mödling der Tierklinik Quehenberger in Perchtoldsdorf einen Besuch abgestattet.

Geschäftiges Treiben
Es ist mittags und bereits ruhiger im Warteraum der Tierklinik Quehenberger in Perchtoldsdorf, nur Rauhaardackel Gundi wartet auf ihre anstehende Fellpflege. Doch im Hintergrund herrscht geschäftiges Treiben, alle Behandlungszimmer sind besetzt, auch eine Operation wird gerade durchgeführt. "Der Beruf als praktischer Tierarzt ist überaus abwechslungsreich", erzählt Dr. Balthasar Quehenberger, der zusammen mit drei anderen Tierärzten die Klinik führt. "Man weiß oft nicht, was man in der nächsten Stunde erledigen muss."

Hunderte Behandlungen
Insgesamt sind in der Klinik sieben Tierärzte und acht weitere Angestellte im Pflege-, Assistenz- und Administrationsbereich tätig. Und Arbeit gibt es genug: "Pro Woche werden durchschnittlich 350 bis 400 Behandlungen durchgeführt", so Quehenberger. "Die Tätigkeit in der Tierklinik umfasst vornehmlich Hunde- und Katzenkrankheiten." Es würden aber auch Kaninchen, Meerschweinchen, Geflügel, exotische Reptilien und außerhalb der Klinik Pferde und Rinder betreut. Die Behandlungsgründe seien vielseitig: "Zu den häufigeren zählen unter anderem Magen-Darmbeschwerden, Stoffwechselbeschwerden oder Herzerkrankungen." Aber auch Verletzungen, Impfungen und Entwurmungen seien Gründe für den Tierarztbesuch.

"Bin gerne Tierarzt!"
Dass er den verterinärmedizinischen Beruf ergeifen würde, wusste Quehenberger bereits mit 18 Jahren. "Da ich von einem Salzburger Bauernhof mit Rindern stamme, war der Umgang mit Haustieren immer schon eine Selbstverständlichkeit", sagt er. "Und ich übe den Beruf noch heute gerne aus." Wobei auch riskante Momente dazu gehören. "Man muss immer darauf gefasst sein, dass ein Tier auch Abwehr zeigen kann", so Quehenberger. Trotzdem sei Ängstlichkeit nicht angezeigt. "Im Gegenteil", so der Tierarzt. "Vertrauen und Vorsicht helfen im Alltag weiter." Und es gibt viele schöne Momente: "Wenn man zum Beispiel nach einem Kaiserschnitt dem Besitzer eine Schar quiekender Welpen und ein gesundes Muttertier übergeben kann."

Zur Sache:
Im Bezirk Mödling gibt es etwa 40 Tierärzte, darunter einige Tierkliniken. Viele davon unterhalten einen 24-Stunden-Notdienst - die jeweiligen Telefonnummern finden sich auf den Websites oder im Telefonbuch. Auch die Tierklinik Quehenberger ist 24 Stunden durchgehend einsatzbereit.


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