Erziehungsberatung Lienz
Rat und Tat bei Erziehungsfragen

Seit dem Start in Osttirol im Jahr 1992 steht Gerlinde Burger den Eltern und Kindern mit Rat und Tat zur Seite.
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Die Erziehungsberatung Lienz ist an ihrem neuem Standort in der Schweizerstraße 26 nun barrierefrei erreichbar.

LIENZ. Um Eltern in ihrer Erziehungsarbeit zu unterstützen und ein möglichst niederschwelliges Beratungsangebot zu gewährleisten, ist die Erziehungsberatung neben der Zentrale in Innsbruck in allen Bezirken vertreten. In Lienz übersiedelte die Beratungsstelle in neue Räumlichkeiten, die nun auch barrierefrei erreichbar sind. Seit dem Start in Osttirol im Jahr 1992 steht Gerlinde Burger den Eltern, aber auch Kindern, Jugendlichen sowie allen Personen, die mit Kindern, Jugendlichen und Eltern zu tun haben wie KindergärtnerInnen, LehrerInnen oder ÄrztInnen mit Rat und Tat zur Seite. Die Beratungen sind kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym.

Stärkung der Eltern

Und mit welchen Anliegen finden Eltern den Weg in die Erziehungsberatung? „Bestimmte Fragen tauchen immer wieder auf: ‚Mache ich bei der Erziehung meines Kindes alles richtig?‘, ‚Wie kann ich ein respektvolles und wertschätzendes Miteinander innerhalb der Familie erreichen?‘, ‚Wie kann ich Konflikte konstruktiv lösen?‘ oder ‚Wie vermeide ich Autorität, die auf Distanz, Furcht und Bestrafung basiert?‘“, berichtet Burger aus der Praxis. Manche Eltern sind sich auch unsicher, ob das Verhalten ihres Kindes „normal“ ist. „Sie kommen in die Beratungsstelle, um dazu die neutrale Meinung einer außenstehenden Fachperson einzuholen“, so Burger.

„Oft erwarten sich Eltern von uns eine Anleitung zur ‚richtigen‘ Erziehung, möchten perfekte Eltern sein, die in der Erziehung nichts falsch machen“, weiß Christian Hiltpolt, Leiter der Erziehungsberatung Tirol. Doch gehe es nicht darum, Tipps und Tricks zu vermitteln oder Verbote und Gebote auszusprechen: „Vielmehr stärken wir die Eltern, denn sie sind die Expertinnen und Experten für ihre Kinder“. Gemeinsam werden individuelle Lösungen für die unterschiedlichsten Konfliktsituationen und Problemstellungen gesucht und erarbeitet. „Dabei wird das Augenmerk darauf gelegt, den Erziehungs- und Beziehungsalltag innerhalb der Familie zu verbessern“, erläutert Hiltpolt.

Die Themen sind vielfältig und reichen von Grenzen setzen, Trennungs- und Verlustängste über Geschwisterrivalität, den Umgang mit Handy, Computer oder Sozialen Medien bis hin zu Aggressionen. Burger ortet eine vermehrte Häufung bei Fragen der Handynutzung, die immer mehr Zeit in Anspruch nimmt. „Kinder sind für die Eltern immer schwerer emotional erreichbar und zugänglich, weil sie ständig am Handy und am Computer beschäftigt sind – dies gilt auch vice versa“, betont Burger. Auch die Anliegen und Nöte von Alleinerziehenden, aber auch die Überlastung vieler Eltern durch steigende Anforderungen im Beruf, finanzielle Probleme sowie Doppelbelastungen seien in den Beratungsgesprächen sehr präsent.

Kooperation mit Kindergärten und Mutter-Eltern-Beratung

Durchschnittlich 300 bis 400 Kontakte verzeichnet die Erziehungsberatung pro Jahr. Seit Beginn der Beratungsstelle 1992 suchten rund 2.700 Personen Rat – dies sind durchschnittlich 105 KlientInnen pro Jahr. „Gerade in den vergangenen drei Jahren hat sich die Zahl der Hilfesuchenden auf 163 Personen pro Jahr gesteigert“, berichtet Burger, die darauf hinweist dass nach wie vor mehr Mütter als Väter das Beratungsangebot in Anspruch nehmen.
Neben den Beratungen arbeitet die Erziehungsberatung auch mit anderen Systempartnern zusammen: „Es gibt eine erfolgreiche Kooperation mit der Mutter-Eltern-Beratung. Im Rahmen des Projekts ‚Einfach Eltern Sein‘ sind wir Ansprechpartner bei Elternabenden und Sprechstunden in den Kindergärten“, führt Hiltpolt aus.

Autor:

Hans Ebner aus Osttirol

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