22.07.2017, 00:00 Uhr

Der Hochstein hat noch einen langen Weg vor sich

Die Zukunft des Hochsteins liegt noch im Ungewissen. Die Stadt startete derweil einen Entwicklungsprozess. (Foto: Caro Guttner)
LIENZ. Vergangene Woche wurde im Lienzer Gemeinderat ein Zwischenergebnis des Entwicklungsprozesses den die Stadt für den Hochstein betreibt präsentiert. Eine Arbeitsgruppe arbeitete seit Anfang März an Potentialanalysen, analysierte Mitbewerber und entwickelte Leitprojekte um den angeschlagenen Hausberg der Lienzer zu retten. "Wir waren sehr fleißig und nach dieser Arbeit ist mir um den Hochstein nicht mehr bang. Mehr Sorgen mache ich mir jetzt um das Zettersfeld", erklärte Bürgermeisterin Elisabeth Blanik. Wer sich durchschlagende Neuigkeiten erwartete wurde allerdings enttäuscht. Sehr viele Erkenntnisse, aber keine Ergebnisse gab es für Mandatare und Zuschauer. Während des Prozesses sei allerdings klar geworden, dass man weiter denken muss, als den Hochstein als reinen Skiberg zu sehen. Mit den gewonnen Grundlagen will man den Prozess nun auf eine breitere Basis stellen. Neue Köpfe, darunter auch der zweite Haupteigentümer TVBO, sollen ins Boot geholt werden.

Während der Hochstein in eine bessere Zukunft geführt werden soll, blickte Gemeinderat Josef Blasiker noch einmal zurück. "Man muss auch eine Art Vergangenheitsbewältigung betreiben. Wie konnte es soweit kommen? Wer hat die Fehler in den letzten 15 Jahren gemacht? Das sollte man aufarbeiten", so der FPÖ-Mandatar.
Für die Bürgermeisterring lag die Antwort auf der Hand. "Der Fehler lag meiner Meinung nach in dem jahrelangen konzeptlosen Arbeiten, wo andere klare Trends verfolgten. Da müssen auch wir als Eigentümer an der Nase nehmen", so Blanik.

Obwohl vor Schnellschüssen und undurchdachten Aktionen gewarnt wurde, blieb dem Gemeinderat nichts anderes übrig als einen Zuschuss an die Lienzer Berbahnen AG zu beschließen. Auf dem Zettersfeld soll die Beschneiungsanlage ausgebaut werden. Dafür sollen von der Stadt 400.000 Euro kommen, weitere 400.000 vom TVB und 800.000 von den Talbodengemeinden. Der Gemeinderat beschloss den Zuschuss nur unter der Voraussetzung, wenn auch die anderen Teilsummen fließen. Der Antrag wurde mit 16 Stimmen angenommen. Drei Mandatare der SPÖ enthielten sich. Dagegen waren die Grünen und die LSL.
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