Wallfahrtskirche
Alte Kirchenschätze vor den Vorhang geholt
- Darstellung Krönung Mariä in der Pfarrkirche St. Thomas am Blasenstein.
- Foto: Privat
- hochgeladen von Michael Köck
Kirchen-Nachbar Josef Strasser macht auf zwei Abbildungen von Maria aus dem 14. Jahrhundert aufmerksam, die mit freiem Auge schwer erkennbar sind.
ST. THOMAS AM BLASENSTEIN. Die örtliche Wallfahrtskirche ist vor allem aufgrund des "Luftg'selchten Pfarrers" in der Gruft und der thronenden Lage am Blasenstein bekannt. Aber auch im Kirchen-Innenraum verbirgt sich so manche Besonderheit. Wie zwei Terrakotta-Reliefs aus dem 14. Jahrhundert mit den Motiven von Krönung Mariä und Marientod. Diese befinden sich allerdings hoch oben im Chor. "Sie sind nur mit Scheinwerfer und Fernglas klar zu erkennen", sagt Strasser.
"Neu zum Leben erweckt"
Er hat nun hochauflösende Aufnahmen von den Bildern anfertigen lassen. "Nur wenige Menschen in der Bevölkerung wissen, welche Abbildungen sich hier befinden. Es handelt sich daher um eine Art Wiedergeburt, die Reliefs wurden neu zum Leben erweckt." Er empfiehlt der Kirche, die ausgedruckten Werke an gut sichtbarer Stelle zu präsentieren. Etwa in der Marienkapelle, dem nördlichen Seitenschiff der Kirche. Ähnliche Darstellungen befinden sich im Wiener Stephansdom.
Was zu sehen ist
Beim Bildnis Krönung Mariä setzt der gekrönte Jesus der lieblichen Maria die Krone aufs Haupt, umgeben sind sie von sieben musizierenden Engeln. Beim Marientod liegt diese am Totenbett. Vor ihr steht Jesus mit goldenem Nimbus, in der Hand hält er einer Statue der gekrönten Maria mit Jesuskind. Umgeben sind sie von den zwölf Aposteln. Auffällig sind Lieblingsjünger Johannes mit blondem Haar und Judas, der sich abwendet und vor sich ein goldenes Gefäß mit dem Judaslohn hält.
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