Sonnenfinsternis
Ein beeindruckendes Naturereignis - und das Fotoproblem dabei
- Rechts des Brillenumrissses samt angeknabberter Sonne sind die Steyreggerbrücke und die Spitze des Dom-Turms zu erkennen.
- Foto: Eckhart Herbe
- hochgeladen von Eckhart Herbe
Auch wenn es hier bei uns in Oberösterreich "nur" zu etwa 90% Überdeckung reichte: Beeindruckend war die partielle Sonnenfinsternis am Mittwochabend allemal. Vom Luftenberg aus bot sich beispielsweise in Richtung Linz eine gute Beobachtungsposition nach Nordwesten an, um das Naturereignis in der Abendpastorale genießen zu können.
Wer allerdings ohne Profiausrüstung, nur mit Handy oder Kamera, versuchte, das Ganze spontan bildlich festzuhalten, scheiterte im Zwiespalt zwischen dem unverzichtbaren Schutz der eigenen Augen und der Warnung, sich Handy- oder Kamerasensor zu demolieren. Davon abgesehen, dass man mit aufgesetzten Sonnenfinsternisbrillen ohnehin auf Blindbedienung angewiesen gewesen wäre.
Alte Kamera + Papendeckelbrille = Bilder
Eine uralte EOS 350 Spiegelreflexkamera und ein millionenfach verteiltes Werbegeschenk der Optiker machten es dann doch noch möglich: Extrakurze Belichtungszeit bei fast geschlossener Blende und dazu das Kameraauge durch die Sonnenfinsternisbrille schauen lassen: Dieses Experiment bescherte dem Regionauten und seinen beiden charmanten familiären Begleiterinnen wider Erwarten einige gelungene, experimentell - mystisch angehauchte Erinnerungsbilder. Unter diesen Umständen bot sogar die Industriekulisse der voestalpine neben der Spitze des Linzer Doms eine beeindruckende, ungewohnt schöne Umrahmung.
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