Machland bewirbt sich für Landesausstellung 2020

Einer der Hauptstandorte der Landesausstellung soll das Kloster Baumgartenberg werden.
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Zurück zu den Wurzeln des Bundeslandes soll die Landesausstellung im Machland führen. Bis Ende Juni muss das Konzept stehen, die Entscheidung soll dann im Herbst fallen.

MACHLAND (ulo). „Wir bewerben uns für die Landesausstellung 2020“, verkündete Baumgartenbergs Bürgermeister Erwin Kastner vergangene Woche beim Neujahrsempfang in seiner Gemeinde. Im November des Vorjahres hatte das Land die Vergabe der fünf Ausstellungen für die Jahre 2020 bis 2028 ausgeschrieben. Mit dem Ziel, zumindest in jedem Viertel eine Landesausstellung abzuhalten. „Bis Ende Juni ist jetzt Zeit, die Bewerbungsunterlagen einzureichen. Die Entscheidung wird dann noch heuer fallen“, erklärt Kastner.

Otto von Machland war Stifter des Klosters Baumgartenberg

Geht es nach ihm, soll die ganze Region Machland mit den Gemeinden Klam, Saxen, Mitterkirchen und Arbing mitziehen. „Die Bewerbung erfolgt aus der Geschichte heraus. Das Machland war früher ein eigenes Viertel, das ging bis zum Haselgraben. Als das Innviertel 1779 zu Österreich kam, wurde das Machlandviertel mit dem Mühlviertel vereinigt“, so der Bürgermeister weiter. Hauptstandortgemeinde der Landesausstellung soll Baumgartenberg werden, mit Schwerpunkt auf dem Kloster, der Stiftskirche und der noch zu errichtenden Machlandarkade. „Otto von Machland war der Stifter unseres Klosters. Auf sein Wappen geht auch das oberösterreichische Landeswappen zurück“, sagt Kastner.

Schwerpunkte und Schauplätze: Runder Tisch im Februar

Eng damit zusammen hängt auch die Geschichte der Burg Clam, die ebenfalls von Otto von Machland gegründet wurde. Noch zurückhaltend äußert sich der heutige Burgherr Carl Philip Clam Martinic: „Wir sind in der Brainstorming-Phase. Es gibt Überlegungen, aber alles ist noch sehr im Anfangsstadium. Die Idee ist da, die Idee ist gut, aber wir müssen das erst in ein konkretes Konzept umsetzen.“ Im Februar sollen bei einem Runden Tisch die Teilnehmer sowie mögliche weitere Schwerpunkte und Schauplätze ermittelt werden. „Wir haben alle Nachbarbürgermeister kontaktiert. Der Plan wurde grundsätzlich positiv aufgenomen“, zeigt sich Kastner optimistisch. „Mir gefällt das Thema sehr gut und ich werde mich dafür einsetzen. Das würde eine hervorragende Landesausstellung abgeben und ich denke, wir haben gute Chancen“, so Burgherr Clam Martinic.
„Wir haben ja schon über Jahre Vorleistungen erbracht. Es gibt ausreichend Parkplätze im Ort und den Marktstadl als Veranstaltungshalle“, ist Kastner überzeugt. Er spricht, mit Blick auf die 240.000 Besucher der Landesausstellung 2010 in Grieskirchen, auch von einer enormen wirtschaftlichen Bedeutung für die ganze Region. Bauvorhaben wie die Machlandarkade im ausgebrannten Wirtschaftsteil des Klosters wären mit einer Zusage für die Landesausstellung „leichter zu finanzieren“.

Verborgene Schätze für Besucher zugänglich machen

Für die Ausarbeitung des Konzepts will der Baumgartenberger Bürgermeister einen Geschichtsprofessor engagieren: „Wir sind in unserer Gemeinde schon vorbereitet. Bei einem Rundgang durch Kirche und Kloster haben wir zum Beispiel einen Raum mit Steinmosaiken entdeckt, in denen früher Edelsteine drin waren. Die Schwester Oberin wusste darüber Bescheid, aber bei der Landesausstellung möchten wir solche verborgenen Schätze und Plätze auch der Öffentlichkeit zugänglich machen.“

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