Zweiter Frauenlandtag vor dem Landhaus

Martina Eigner
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  • Foto: Fotos: Brigitte Voglhofer
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LINZ, BEZIRK. Zum zweiten Mal hat heute der Frauenlandtag vor dem Landhaus in Linz getagt. Ins Leben gerufen wurde der Parallel-Landtag aus Protest gegen die frauenlose Landesregierung.
Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen, für mehr Sicherheit und Chancengleichheit standen heute auf der Agenda. Nach Feststellung der Beschlussfähigkeit haben die „Landtagspräsidentin“ und neun „Landesrätinnen“, darunter die Grüne Perger Bezirkssprecherin Martina Eigner aus Katsdorf, ab 9.15 Uhr vor dem Linzer Landhaus getagt und ihre Forderungen zur Abstimmung gebracht. Der oö. Frauenlandtag ist eine Zusammenarbeit des „Bündnis 8. März“ und der überparteilichen Initiative #OhneUnsVielSpaß.

Die Forderungen des Parallel-Landtags im Detail:

1. Antrag über den Ausbau von Sensibilisierungsmaßnahmen und Gewaltprävention im schulischen und außerschulischen Bereich für Kinder und Jugendliche
„Ich beantrage die Erhöhung der finanziellen Ressourcen um den differenzierten, flächendeckenden Ausbau kostenfreier Angebote zur Sensibilisierung und Gewaltprävention, sowie Intervention und deren Koordination für den schulischen und außerschulischen Bereich zu ermöglichen.“

2. Antrag zur Berücksichtigung der besonderen Situation von Frauen auf der Flucht
„Speziell für Frauen auf der Flucht stelle ich folgende Forderungen:
a) Sichere Asylunterkünfte für Frauen und Kinder (Nach Geschlechtern getrennte, abschließbare Sanitäranlagen sowie versperrbare Räume für allein reisende Frauen und Kinder in Asylunterkünften)
b) Rechtsberatung für Frauen und Kinder in Bezug auf ihre spezielle Lage (Aufklärung von Frauen und Kindern darüber, dass Gewalt in jeder Form eine Straftat darstellt, die sie nicht länger hinnehmen müssen.)
c) Anerkennung von geschlechtsspezifischen Fluchtgründen für Frauen (Geschlechtsspezifische Fluchtgründe müssen ernst genommen und umfassend anerkannt werden.)“

3. Antrag auf Erhöhung der Mittel für Männerberatung und gegen Verhaltensregeln für Frauen
„Ich fordere eine proaktive, niederschwellige präventive Männerberatung, die Gewalt gegen Frauen und Kinder offen zum Thema macht. Dazu beantrage ich eine zweckgebundene Erhöhung der Männerförderprogramme um 10% und fordere alle öffentlichen Einrichtungen auf, sich von Verhaltensvorschriften gegen Frauen klar zu distanzieren.“

„Bündnis 8. März“

31 Frauenorganisationen in Oberösterreich haben sich vor fünf Jahren zum Bündnis 8. März zusammengeschlossen. Ziel des „Bündnis 8. März“ ist es, Frauenpolitik sichtbar zu machen: „Wir setzen dazu Aktionen und bringen Frauenpolitik ins Bewusstsein der Menschen und unterstützen mit öffentlichen Forderungen aktiv die Frauenpolitik. Weltanschauliche, religiöse und politische Grenzen treten zurück und das gemeinsame Anliegen steht im Vordergrund."

Die Mitgliedsorganisationen:

ÖGB-Frauen OÖ, Katholische Frauenbewegung OÖ, Haus der Frau – Bildungs- und Begegnungszentrum für Frauen, Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung Betriebsseelsorge/Mensch&Arbeit, Frauenkommission der Diözese Linz, Österreichisches Frauenforum Feministische Theologie, Evangelische Frauenarbeit OÖ, Arbeiterkammer OÖ – Frauenbüro, SPÖ-Frauen OÖ, Grüne Frauen OÖ, Österreichische HochschülerInnenschaft – Frauenreferat, VFQ Gesellschaft für Frauen und Qualifikation mbH, VSG/woman – die Frauenberatung, maiz – autonomes Zentrum von und für Migrantinnen, Volkshilfe – Frauen einer Welt, FIFTITU% Vernetzungsstelle für Frauen in Kunst und Kultur in OÖ, Frauenstiftung Steyr, Frauenberatung Perg, ALOM-FrauenTrainingsZentrum Rohrbach, Frauennetzwerk3 Ried, Frauenberatung Frau für Frau Braunau, Frauenforum Salzkammergut, Welser Frauenforum, Sozialplattform, Gewaltschutzzentrum OÖ, Linzer Frauenbüro, Frauenhaus Linz, Linzer Frauengesundheitszentrum, Autonomes Frauenzentrum Linz, EWMD - European Women's Management Development International Network-Regionalgruppe Linz, ADA - Alternatives Solidaritätszentrum

#OhneUnsVielSpaß

Die Initiative ist eine lose Gruppierung von Frauen, die sich unter dem Hashtag #OhneUnsVielSpaß für mehr Vielfalt und Geschlechtergerechtigkeit in Gremien, auf Podien, in Vertretungen und Jurys einsetzen.

Martina Eigner
Frauenlandtag

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