Taekwondo
Schwertbergerin erkämpfte mit 67 Jahren den schwarzen Gürtel
- Hildegard Hörmann mit Trainer Gerhard Heßl
- Foto: Taekwondo Tragwein
- hochgeladen von Michael Köck
Dass sportlicher Ehrgeiz keine Frage des Alters ist, stellte die 67-jährige Hildegard Hörmann aus Schwertberg eindrucksvoll unter Beweis.
SCHWERTBERG, TRAGWEIN. Gemeinsam mit zehn weiteren Sportlerinnen und Sportlern stellte sich Hildegard Hörmann vom Taekwondo Verein Tragwein am Samstag einer der größten Herausforderungen: der DAN-Prüfung. Mit Disziplin, Durchhaltevermögen und jahrelangem Trainingsfleiß meisterte sie diesen bedeutenden Meilenstein.
Familie teilt Begeisterung
Für die ehemalige Fachlehrerin für Ernährungswirtschaft an der HLW Perg ist die koreanische Kampfkunst längst mehr als ein Hobby – sie ist eine echte Familienleidenschaft. Gleich drei Generationen teilen die Begeisterung für diesen Sport: Neben Hildegard selbst sind beziehungsweise waren auch ihre beiden Söhne und ihre Enkelkinder auf der Trainingsmatte aktiv. So verbindet die gemeinsame Leidenschaft Jung und Alt.
Langer Weg zum Schwarzgurt
Der Weg zum begehrten schwarzen Gürtel ist lang und anspruchsvoll. Zuvor müssen insgesamt zehn sogenannte Kup-Prüfungen absolviert werden. Dabei entwickeln sich neben den technischen Fähigkeiten auch Konzentration, Körperbeherrschung und das geistige Verständnis für Taekwondo stetig weiter.
Zahlreiche Techniken zeigen
Bei der DAN-Prüfung mussten die elf Athletinnen und Athleten ihr Können in zahlreichen Disziplinen unter Beweis stellen. Neben präzisen Hand- und Fußtechniken standen Vollkontaktkampf, Selbstverteidigung, Bruchtests und der traditionelle Formenlauf (Poomsae) auf dem Programm. Auch theoretisches Fachwissen war gefragt. Mit jeder höheren Graduierung steigen dabei die Anforderungen an Technik, Körperbeherrschung und Präzision.
Vorbild für andere Sportler
Besonders groß war die Freude bei Hildegard Hörmann, Franziska Hofko und Mauricio Geiges, die ihre 1. DAN-Prüfung erfolgreich meisterten und nun stolz den schwarzen Gürtel tragen dürfen. Die weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer absolvierten die Prüfung zum 2. beziehungsweise 4. DAN. Die 67-jährige Schwertbergerin gilt jedenfalls als ein besonderes Vorbild. Sie zeige laut Taekwondo Verein Tragwein, dass Leidenschaft und Mut, sich neuen Herausforderungen zu stellen, keine Altersgrenzen kennen.
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