30.11.2017, 07:29 Uhr

In der kalten Jahreszeit mehr auf den Körper hören

Nicht immer ist bei einer Erkältung ein Arzt notwendig. Sollte das Fieber jedoch länger bestehen helfen auch keine Hausmitteln mehr. (Foto: Fotolia.com/Gina Sanders)
BEZIRK PERG. Mit den fallenden Temperaturen steigt auch wieder die Anzahl der Erkältungen. Kältegefühl, Halskratzen, Schnupfen, Husten und Gliederschmerzen sind in der kalten Jahreszeit keine Seltenheit und gleichzeitig erste Anzeichen für eine drohende Erkältung. Die trockene Luft in beheizten Räumen, Stress und fehlende Bewegung können die Anfälligkeit zusätzlich begünstigen. "Es gib aber eine ganze Reihe an Hausmitteln, mit denen wir Erkältungen schon bei den ersten Anzeichen abfangen können", weiß Räucher- und Kräuterexpertin Hannelore Kleiß. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse, ausreichend Flüssigkeit und viel Bewegung an der frischen Luft können Erkältungen bereits im Keim ersticken. Wichtig ist es auch, seinen Körper nicht unnötig zu überfordern. "Nikotin und Alkohol schwächen das Immunsystem. Ist es in der Arbeit einmal stressig, sollte man dennoch auf genügend Erholung achten, denn Dauerstress setzt dem Immunsystem ebenfalls zu", so Kleiß. Sollten all diese Tipps nicht den gewünschten Erfolg bringen und man sich doch erkältet haben, stehen noch immer einige Hausmittel zur Verfügung. "Tee ist eines der wirksamsten Hausmittel gegen Erkältungen. Mindestens zwei Liter Wasser oder Kräutertee sollten wir pro Tag trinken." Auch Inhalation bei Schnupfen, Zwiebelsirup bei Hustenreiz und ein Topfenwickel bei Halsschmerzen zeigen oft schnell Wirkung und verhelfen wieder auf die Beine.


Gefährliche Folgen

Ist man fieberfrei, spricht auch nichts gegen einen Spaziergang in der frischen Luft. "Solange kein Fieber auftritt, ist Bettruhe nicht nötig. Warm anziehen und eine Stunde raus in die Natur. Sport und schwere körperliche Arbeit sollten aber vermieden werden", so Hannelore Kleiß. Die diplomierte Sozialarbeiterin warnt auch davor, Erkältungen auf die leichte Schulter zu nehmen. "Kranke gehen oftmals trotz Fieber zur Arbeit oder machen Sport. Dadurch kann der Infekt jedoch verschleppt werden und kann zu gefährlichen Folgeerkrankungen führen." Generell können Hausmittel nur bis zu einem gewissen Punkt helfen. Zeigt das Fieberthermometer nach zwei Tagen noch immer über 38 Grad Celsius an oder klagt man über anhaltende Schmerzen, sollte trotz aller Hausmitteln unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
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