05.11.2016, 09:54 Uhr

Altbürgermeister Ernst Haslinger zum Ehrenbürger ernannt

FPÖ Fraktion Saxen mit Bundesrätin Rosa Ecker und dem Ehrenbürger Ernst Haslinger
Am Freitag fanden in der NMMS Saxen die Ehrungen der Gemeinde statt, der Schulausschuss unter dem Vorsitz von BR Rosa Ecker organisierte diese gelungene Feier. Die von den Schülern der NMMS umrahmt wurde. Im Anschluss gab es ein tolles Buffet von der Schulküche unter der Leitung von Manuela Wimmer samt Team.

Goldene Ehrennadel für: Heinrich Rumetshofer (FPÖ GR und FF Kommandant) Franz Leonhartsberger (ÖVP GR), Eduard Schweighofer (Obmann Kameradschaftsbund) und Franz Hauser (ÖVP GR)
Goldener Ring: Manfred Schalhas (SPÖ GR)

Rede von Bundesrätin Rosa Ecker zur Ehrung des Ehrenbürgers von Saxen Ernst Haslinger:
Eine Laudatio zu halten, wie jetzt, ist immer eine schöne Aufgabe. Darf man doch einen Menschen aus den eigenen Reihen würdigen und herausragendes Handeln nochmals ins Licht der Öffentlichkeit rücken.
Nämlich 24 Jahre Bürgermeistertätigkeit und damit dein beispielhaftes Engagement für unsere Gemeinde.
Jetzt stellt sich die Frage nach der Auswahl. Welche Stationen deines reichen Lebens rufe ich in Erinnerung. Welche Verdienste beleuchte ich näher?
Auf alles einzugehen, was du in deinen Funktionen als Bgm. und Vereinsmensch für Saxen getan hast, dazu reicht meine Redezeit nicht aus.
Deshalb vertraue ich dem Sprichwort, dass weniger mehr ist und hebe an dieser Stelle nur ein paar Wegemarken hervor.
Geboren am 3. April 1943 in Eizendorf, Lehre als Betriebsschlosser 1957 in der Voest Alpine AG als Betriebsschlosser und Facharbeiter bis 1972. Ab dann Beamter beim Finanzamt Perg, als Fachinspektor 1993 pensioniert.
Seit 10. November 1979 im Gemeinderat und Gemeindevorstand, und angelobt als Bürgermeister von Saxen am 7. November 1991.
Heute spricht man bei der Bewerbung für politische Ämter sehr oft von „Visionen“. Ernst brauchte keine Visionen, er hatte einfach das Gespür, was wichtig war. Ernst war bürgernah - für alle da. Das Motto war und blieb in deiner 24jährigen Amtszeit: Was brauchst den? Mach ma schoo. Er war nie abgehoben und hatte immer ein offenes Ohr für alle Sorgen unserer Menschen.
In deiner Amtszeit wurde die Hauptschule gebaut und übernommen, die Volksschule umgebaut, der Kindergarten um und ausgebaut, der Kinderspielplatz neben der FF errichtet. Der erste Wohnbau 123 errichtet und natürlich viele weitere, die Kläranlage eröffnet. Auch die Anstrengungen zur Realisation des Betriebsbaugebietes, die dafür notwendigen Optionsverträge wurden von dir vorangetrieben.
Auch diverse Löschteiche, Kanalprojekte, Widmungen, Wanderwege, Strassenprojekte wie z. B. die Weinbergstrasse mit Beleuchtung wurden abgewickelt. Das Gehsteignetz wurde erweitert, z. B. Richtung Sportplatz-Au, Kirchbichl, Rad/Gehweg Wetzelsdorf.
In deine Zeit fällt auch die Erstellung des Flächenwidmungsplans und Entwicklungskonzeptes.
Wichtige Entscheidungen wurden getroffen wie z. B. der Ankauf des Objektes, wo sich heute der Bauhof und das Altstoffsammelzentrum befinden, die Ortswasserleitung wurde saniert und die Trinkwasserqualität sichergestellt. Die B3-Kreuzung wurde ausgebaut. Tankwagen für die Feuerwehr angeschafft, eines der letzten Projekte war die Schulküche und die Friedhofserweiterung, die auch von der Gemeinde begleitet wurde.
Natürlich auch Geselliges wie die unzählige Gratulationen zu den runden Geburtstagen.
Es gab auch Zeiten die besonders schwierig waren. Unsere Gemeinde wurde öfter vom Hochwasser schwer getroffen. Du hast dich sehr bemüht, hier Probleme zu lösen. Die ganze Aussiedelungsproblematik hast du begleitet und die Menschen bei der Entscheidung beraten und unterstützt. Und dich sehr engagiert, hier neue Wohngebiete zu schaffen, wie die Reindl-Siedlung und Wetzelsdorf-West.
Notwendige Sanierung der MHS aufgrund der Baumängel der Decken und damit verbunden Schulklassen in Containern, Zwischenfinanzierungen, Verhandlungen über die Rückerstattung unserer Sanierungskosten.
Du warst unter anderem auch Obmann des Reinhalteverbandes Machland-Ost – und dies ehrenamtlich!
Seit 1991 hast du auch am Projekt Hochwasserschutzdamm mitgearbeitet, warst u. a. Kassier im Hochwasserverband.
Die Wirtschaftstreibenden in Saxen waren dir immer wichtig, Saxen war auch sofort beim Betriebsbaugebiet Machland dabei – Arbeitsplätze in unserer Nähe auch für die Saxner waren dir immer ein großes Anliegen.
Gemeindemäßig stelltest du den Obmann im Personalbeirat, Umweltausschuss, Fischereiausschuss, Obm. Stvtr. Wirtschaft Fremdenverkehr und natürlich sportmäßig warst du Obm. Stvtr. der Sportunion Saxen und lange Zeit im Vorstand vertreten, schließlich warst du ja auch Gründungsmitglied er Union Saxen.
Der Güterwegeverband war auf einmal Thema und auch dort warst du im Vorstand.
Besonders erwähnen möchte ich die Fischerei, denn da hängt dein Herz dran.
Saxen lebt Demokratie, es gab nie absolute Mehrheiten. Entscheidungsfindungen und Mehrheiten für Beschlüsse mussten von dir auch öfter mal mühsam erkämpft werden.
Heute mag das alles Selbstverständlich erscheinen: Wir wissen: Das was für eine Gemeinde positiv ist, heftet sich jeder gern auf den Hut, aber wer muss all die Dinge ausbaden, die aus den verschiedensten Gründen langwierig, schwierig und nicht gut lösbar sind: der Bürgermeister als Oberhaupt der Gemeinde.
UND DENNOCH: Du bist nach deiner Laufbahn als Bürgermeister der Kommunalpolitik weiterhin treu geblieben und engagierst dich weiter auch im GR für die Anliegen der Bürger und das Gemeinwesen.
Welchen Stellenwert die Ehrenbürgerwürde für dich persönlich hat, kannst nur du sagen. Für uns als Gemeinde ist es die höchste Auszeichnung, die wir zu vergeben haben und daher eine ganz Besondere. Sie würdigt in vielfacher Weise dein herausragendes Engagement für unser Gemeinwesen.
Wir anerkennen auch deine Bescheidenheit, die ein besonderes Markenzeichen von dir ist – das Lob der Menschen in Saxen war dir immer die wichtigste Anerkennung.
Wie es der Name sagt, es ist eine Ehrenbezeugung der Gemeinde, wir verbeugen uns damit vor deiner geleisteten Arbeit. Dafür darf ich im Namen der Marktgemeinde Saxen und auch ganz persönlich meinen aufrichtigen Dank und Anerkennung aussprechen.
In den Dank einschließen möchte ich deine Frau, die dein Engagement stets mitgetragen hat und dafür viele Stunden auf dich verzichten musste. Auch das ist nicht selbstverständlich.

Ich ersuche nun den Bgm. die Ehrenbürgerurkunde zu überreichen.
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