Gemeinderatssitzung Weinburg
Überraschende Entscheidungen und es gibt neue Beschlüsse
- Michaela Stix und Heinz Trutschnig von „Wir für Weinburg“
- Foto: Martina Schweller
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Ausgerechnet beim Kunstbahnhof Klangen wurde es im Weinburger Gemeinderat ungewöhnlich: Ein Künstler aus den eigenen Reihen stimmte gegen die geplanten Instandhaltungsarbeiten an den Skulpturen.
WEINBURG. Finanzen, Radwege, Hochwasserschutz, digitale Wasserzähler und zahlreiche weitere Themen standen bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Weinburg auf der Tagesordnung. Für Diskussionen sorgten vor allem die geplanten Maßnahmen am Kunstbahnhof Klangen, die Ersatzpflanzungen sowie der neue Radweg.
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Kunst sorgt für Diskussion
Für eine kuriose Situation sorgte der Tagesordnungspunkt zur „Überprüfung, Instandsetzung und laufenden Pflege der Skulpturen am Kunstbahnhof Klangen“. Ausgerechnet der Künstler in der Runde stimmte gegen die Erhaltung der Kunstwerke auf Gemeindeebene. Michaela Stix und Heinz Trutschnig von „Wir für Weinburg“ sprachen sich dagegen aus. "Ich stehe den Künstlern bei", so der Bürgermeister.
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Gleich zu Beginn hatte Michaela Stix einen Dringlichkeitsantrag zur Budgetplanung 2027 eingebracht. Dieser wurde nicht in die Tagesordnung aufgenommen.
Gemeinde investiert trotz Schuldenabbau
Neben dem Kassen- und Prüfbericht stand auch ein Nachtragsvoranschlag auf der Tagesordnung. Die Gemeinde verwies auf die hohen Investitionen der vergangenen Jahre, unter anderem für die Volksschule, den Kindergarten und die Bewältigung der Hochwasserschäden.
„Man sieht deutlich, dass sich unsere Schulden gut abgebaut haben. Trotz großer Wertsteigerung“, erklärte Claudia Spandl.
Radwege beschlossen
Einstimmig beschlossen wurden die Auftragsvergaben für die Radwege Weinburg und Klangen. Für einen der Radwege greift die Förderung für den Alltagsradverkehr, rund 70 Prozent der Kosten werden gefördert. Die neue Verbindung soll unter anderem ermöglichen, dass man nicht mehr über die Landesstraße fahren muss.
„Wir für Weinburg“ sah hier noch keine Dringlichkeit. Die Förderwürdigkeit des Projekts wurde jedoch festgestellt. Vizebürgermeister Franz Gallhuber sprach sich für die Umsetzung aus: „Ich bin nicht gewillt, so lange zu warten, bis etwas passiert.“ Bürgermeister Michael Strasser verwies darauf, dass er froh sei, dass bislang nichts passiert sei – auch nicht mit den eigenen Kindern. Der Beschluss fiel schließlich einstimmig.
Weinburger Bach wird weiter gesichert
Auch beim Hochwasserschutz geht es weiter. Für das Projekt am Weinburger Bach sind Maßnahmen der Wildbach- und Lawinenverbauung vorgesehen. Damm und drei Brücken sollen in mehreren Bauabschnitten zur Hochwassersicherheit beitragen. Auch eine Finanzierungsvereinbarung mit der NÖVOG wurde beschlossen.
- Michaela Stix
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Wann kommen die neuen Bäume?
Diskussionen gab es außerdem über Baumpflegemaßnahmen und Ersatzpflanzungen. Michaela Stix sprach die Sorgen aus der Bevölkerung an und wollte wissen, wann die neuen Bäume gesetzt werden.
Bürgermeister Michael Strasser erklärte: „Die Bepflanzung wird dann stattfinden, wenn die Witterung perfekt dafür ist und die Voraussetzungen optimal sind. Herbst bis Frühjahr.“
Paketkästen nicht einstimmig
Bei den geplanten Paketkästen gab es keine Einstimmigkeit. Die Befürworter sehen darin einen Service für die Bevölkerung, da Wege in Nachbargemeinden erspart werden. Für die Gemeinde sollen keine Kosten entstehen.
Beschlossen wurde außerdem die Umstellung auf digitale Wasserzähler. Diese sollen die Verwaltung entlasten und unter anderem eine frühere Erkennung von Rohrbrüchen ermöglichen. „Wir für Weinburg“ äußerte Bedenken hinsichtlich möglicher Kontrollen bei Trockenheit. Bürgermeister Strasser betonte, es gehe dabei nicht um „Fingerklopfen“, sondern um die Kontrolle bei Wasserschäden.
Weitere Beschlüsse
Auf der Tagesordnung standen auch soziale Wohnbauzuschüsse, ein Zuschuss für einen Skikurs sowie Subventionen für Gesundheitsvorsorge und Angebote. Eine Geburtsvorbereitung soll künftig ebenfalls im Ort angeboten und für Weinburger Familien gefördert werden. Die Bewerbung soll Pielachtalweit erfolgen.
Weitere Beschlüsse betrafen unter anderem Wartungsverträge und die Hydrantenkontrolle, einen Mietvertrag sowie verschiedene Grundstücksangelegenheiten.
Auch ein digitaler Kunstweg in Weinburg und ein Adventprogramm wurden behandelt.
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