06.11.2017, 11:29 Uhr

Der Moment ist historisch

Die neue Wehrklappe staut die Pielach seit letzter Woche wieder auf. Ein großer Schritt für das Jahrhundertprojekt der Gemeinde.

Vor drei Jahren begann man mit dem Hochwasserschutzprojekt und Kraftwerk in Kirchberg. Bald ist alles fertig.

KIRCHBERG (ag). Das Kraftwerk und der Hochwasserschutz in Kirchberg an der Pielach ist ein hart umkämpftes Projekt. Es gab Höhen und Tiefen und einmal stand es sogar kurz vor dem Aus (die Bezirksblätter berichteten laufend). Vergangenen Montag waren dann alle anfänglichen Schwierigkeiten vergessen, denn "ein historischer Moment für Kirchberg" war gekommen. "Seit 1874 gibt es im Ortszentrum eine Wehr. Vor 3 Jahren haben wir sie im Zuge des Hochwasserprojekts entfernt. Seit gestern staut die neue Wehrklappe die Pielach wieder auf", berichtet Bürgermeister Anton Gonaus stolz.


Kraftwerk

"Beim Kraftwerk sind die letzten Arbeiten im Gange. Am 30. Oktober wurden die Elektroarbeiten abgeschlossen und am selben Tag wollten wir die Klapp-Wehr erstmalig aufstellen. Die Inbetriebnahme der Turbine ist für den 6. November geplant. Und am 8. November wollen wir Strom in unser Netz einspeisen", erklärt der Ortschef im Bezirksblätter-Gespräch.


Hochwasserschutz

Beim Hochwasserschutz sind die Erdarbeiten beim Rückhaltebecken in der Endphase. Erst nächstes Jahr im Frühjahr ist der Abbruch der Liegenschaft „Linke Au 25“ und die Pielachausweitung in diesem Bereich vorgesehen. Dann wäre das Hochwasserschutzprojekt II fertig. "Derzeit sind wir in der Planungsphase für das Hochwasserschutzprojekt III, welches die Anpassung der Ufermauern beidseitig der Pielach zwischen Wehr und Soiseinmündung betrifft. Dieses Projekt soll ebenfalls nächstes Jahr umgesetzt werden. Wir rechnen mit Kosten von ca. 1,8 Mio. Euro", so Gonaus. 

Zahlen rund um das Projekt

Gesamtkosten: 8 - 8,5 Millionen Euro; Kosten E-Werk: 1,4 Millionen (kann künftig ca. 200 Einfamilienhäuser mit Strom versorgen); ca. 100 Liegenschaften sind im Falle eines Hochwassers gefährdet; ein Haus muss im Zuge der Baumaßnahmen abgesiedelt werden; leitende Firma Traunfellner mit Polier Herbert Fohringer; Rückhaltebecken 7 Hektar groß
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