Museum Mauerbach (Hauptstraße 246)
Prof. Adalbert Pilch-Gedächtnisausstellung
- Foto: Kultur- und Museumsverein Mauerbach
- hochgeladen von Matthias Pilter
Nachdem sich das Heimatmuseum im Frühjahr in einer Sonderausstellung Margit König und "Faszination Tier" widmete, wird am 29. September 2024 eine neue Ausstellung eröffnet. Diese fokussiert auf Prof. Adalbert Pilch (1917 - 2004) und trägt den Titel "Der unsichtbare Stille". Die Ausstellung und Infotext wurden zusammengestellt von Karl Fahringer (Kultur- und Museumsverein Mauerbach).
Dauer bis 20. April 2025. Geöffnet: sonntags von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr. Sondertermine für Gruppen unter 0650 30 00 928
„Für zweierlei macht er sich ab und zu energisch frei: für Fahrten in die Natur hinaus, die er ebenso liebt wie braucht, und für edle Hausmusik, vornehmlich barocke und klassische. Im Streichquartett ist ihm die zweite und manchmal auch die erste Geige anvertraut. In diesem Spiel geht er auf wie in seiner Arbeit. Das gestattet dem Musiker Pilch, den Künstler Pilch auf wunderbare Art zu entlasten und zu entspannen.“ (Zellberger, S. 9)
„Ich war kein Poet. Es war alles plastisches, realistisches Leben. Ich war ein Erzähler.“ (Pilch in Mangst, S. 33)
„Für Kinder zu zeichnen, das ist das Schönste und Fruchtbarste, was man tun kann.“ (Pilch in Mazakarini, S. 29)
„Ich bin der geborene Pädagoge! Wenn ich etwas erklären sollte, dann aber pikobello! Nie oberflächlich! Das muss man dann halt aushalten, wenn ich etwas erzähle.“ (Pilch in Mangst S. 32)
„Bei Portraits und noch viel mehr bei Menschenszenen und Gruppenbildern muss man sich wie ein Schauspieler in die einzelnen Charaktere hineindenken.“ (Pilch in Mangst, S. 18)
„Ausgehend von unzähligen Naturstudien, die er dank seines großen Formengedächtnisses bis zum heutigen Tag alle im Kopf hat, komponiert er seine Bilder […]. Kein Baum, keine Landschaft existiert in der Natur so, wie es dann später Pilch zeichnet. Vielmehr transformiert er den Formenschatz der Natur in eine höhere, künstlerische Sphäre. Am Beginn ist jedes Bild abstrakt, das er dann Schritt für Schritt entwickelt, dem er Leben einhaucht und dadurch jedem Werk seine persönliche Note verleiht.“ (Hofmann, S. 14)
„Ich habe ihn als bescheidenen, uneitlen, aber doch sehr selbstbewussten Menschen erlebt, der seine Qualitäten genau kannte und unbeirrbar seinen künstlerischen Weg gegangen ist.“ (Mangst, S. 2)
„Adalbert Pilch“. Gemälde. Zeichnungen. Briefmarken. Vorwort von Friedrich W. Zellberger. Wien 1966
„Adalbert Pilch“. Handout (aus dem Besitz von Renate Ludwig), o. J.
„Adalbert Pilch“. https://de.wikipedia.org/wiki/AdalbertPilch (2.7.2024)
Thomas Hofmann: „Adalbert Pilch – der ewig junge Meister.“ In: NÖ Kulturberichte, Februar 1988, S. 14 f. https://www.thomashofmann.at/artikel/Adalbert%20Pilch.pdf (11.7.2024)
Elisabeth Mangst: „Prof. Adalbert Pilch. Illustrationen für Generationen.“ Schulbibliothekslehrgang 2004/05
Emmerich Mazakarini: „Adalbert Pilch `... ich bin ein Epiker in allem`. Im Gespräch mit dem Doyen der österreichischen Kinderbuchillustration, Prof. Adalbert Pilch“. In: libri liberorum. Mitteilungen der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung. Jg. 3, H. 9, September 2002, S. 19-29.
rie.: „Bildsprache als Markenzeichen. In: Die Briefmarke. 55. Jg., Nr. 2, Februar. 2007, S. 26 f.
Katrin Riedl: „Adalbert Pilch (1917-2004) – Illustrator und Wegbegleiter der österreichischen Kinder- und Jugendliteratur.“ Diplomarbeit, Universität Wien. 2013 https://utheses.univie.ac.at/detail/22495
Berthild Zierl: „Prof. Adalbert Pilch.“ Handout (aus dem Besitz von Renate Ludwig), Wien 2013
Lebenslauf von Prof. Adalbert Pilch
> 16. Februar 1917 in Wien geboren
> 1937 Matura an der Goethe-Realschule, Wien XIV, Astgasse
> 1937-1940 Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien, Meisterschule für Malerei bei Prof. Wilhelm Dachauer
> 1940-1945 Militärdienst
> 1942 Heirat mit Irene Rotter
> 1943-1945 als Kriegsmaler der Heeres-museen in Lappland, Italien, Ungarn, Rumänien, Griechenland und Jugoslawien
> ab 1946
> Illustrationen in Zeitschriften und Schul-büchern und in über 80 Kinder- und Jugendbüchern (über 4 000 Illustrationen)
> Gestaltung von Buchumschlägen, Werbeplakaten und Schulwandtafeln
> Zeichnungen von Bildergeschichten und Karikaturen (u.a. im „Kurier“ und in den „Wiener Monatsheften“)
> Künstlerische Bestandsaufnahmen von alten Bauernhöfen, Mühlen, Sägen und Hammerschmieden (im Auftrag des NÖ Landesmuseums)
> Entwürfe von Banknoten (z. B. 500-Schillingnote mit Josef Ressel) und Briefmarken: 318 für die Österreichische Post, 30 für das Fürstentum Liechtenstein und 1 für Israel (z. B. „Die Kunst der Donauschule“, 1965 zur schönsten Briefmarke der Welt gewählt)
> Porträts von fünf Bundespräsidenten, zwei Nationalratspräsidenten, vier Verkehrs-ministern und neun Generaldirektoren und Gouverneuren der Post- und Tele-graphenverwaltung bzw. der Österreichischen Postsparkasse
> Malerei von großformatigen Bildern: vor allem Natur und Landschaft und Thema „Die weiße Stadt“
>1950 Mitglied des Künstlerhauses
> 1968 Übersiedlung nach Mauerbach
> 1970 Verleihung des Titels „Professor“
> 1987 Rückzug in die Pension
> 2004 Übersiedlung ins Theresiaheim in Tulln
> 13. Juni 2004 Tod von Irene Pilch
> 10. Dezember 2004 in Tulln gestorben
> Arbeiten mit Pinsel, Feder, Tusche, Kreide, Bleistift, Lithostift, Kohle, Schabnadel u.a.
Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst
Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien
Silbernes Ehrenzeichen des Landes Wien
Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich
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