Vortrag im Gymnasium
Junge Tirolerin berichtet über Entwicklungsprojekt im Kongo
- Manuela Erber-Telemaque, die Gründerin von „Zukunft für Tshumbe“, erzählte den Schülerinnen und Schülern von ihren Projekten in Afrika.
- Foto: Meßmer
- hochgeladen von Evelyn Hartman
Vor kurzem erhielten die Schülerinnen und Schüler des BRG Reutte Besuch von Manuela Erber-Telemaque, die Einblicke in ihr beeindruckendes Projekt „Zukunft für Tshumbe“ gab.
REUTTE (red). „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt!“ - Dieses Zitat von Mahatma Gandhi bringt das Engagement von Manuela Erber-Telemaque auf den Punkt. Aufgewachsen auf dem elterlichen Bauernhof in Going, wusste Manuela bereits im Kindergarten, dass sie in Afrika selbst einmal einen Kindergarten aufbauen möchte.
Tiroler Hilfsprojekt für eine bessere Zukunft
Diese Idee blieb in ihrem Herzen über Jahre lebendig und so startete sie mit gerade einmal 20 Jahren in Tshumbe, im Herzen der Demokratischen Republik Kongo, ihr Entwicklungshilfe-Projekt. Was mit dem Bau eines Kindergartens begann, ist nach mittlerweile 13 Jahren zu einem großen Projekt mit Schulzentrum, Werkstätten, Landwirtschafts- und Ernährungsprogramm, Mutter-Kind-Programm, mehreren Trinkwasserbrunnen und – ganz aktuell – dem Bau eines Krankenhauses geworden. Das Tiroler Mädchen, das Kindern in Afrika helfen wollte, ist heute eine junge Frau, die Entwicklungshilfe auch kritisch hinterfragt und ausschließlich „Hilfe zur Selbsthilfe“ leisten möchte. Das Ganze geschieht auf Augenhöhe und gemeinsam mit den Menschen vor Ort. Ihr Projekt heißt „Zukunft für Tshumbe“ und ermöglicht durch nachhaltige Entwicklung Wege in eine bessere Zukunft.
Kongo, Krieg und unsere Handys
Am 24. April besuchte Manuela Erber-Telemaque das BG/BRG Reutte. Die Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Klassen bekamen von ihr nicht nur spannende Einblicke in ihr Projekt, sondern auch Hintergrundinformationen zur Geschichte und Gegenwart der D. R. Kongo. Wohl den Wenigsten war zuvor klar, dass seit rund 30 Jahren im Osten des Landes ein gewalttätiger Konflikt mit unzähligen zivilen Opfern tobt. Der Hauptgrund dafür: reiche Coltan-Vorkommen in der Region. Dieses Erz wird u. a. für die Handyproduktion benötigt und oft unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut. In unseren Handys steckt also ein Stück Kongo. Manuela machte deutlich, wie sehr unser Lebensstandard mit dem Schicksal der Menschen im Kongo verwoben ist. Sie war sich früh dessen bewusst, wie privilegiert sie hier in Tirol aufwachsen konnte, und wollte Menschen helfen, die nicht dieses Glück hatten.
Starke Frau, inspirierende Geschichte
Auf herzliche und intelligente Weise hat sie ihre Idee kontinuierlich in die Tat umgesetzt und damit bewiesen, was alles möglich ist, wenn man mit Herz, Hirn und Hand bereit ist, Gutes zu tun. Die Begegnung mit dieser jungen, kosmopolitischen Tirolerin war für die Jugendlichen sowie Direktor Dr. Christian Meßmer und Religionslehrer Dr. Patrick Gleffe, die den Besuch organisiert hatten, berührend und inspirierend zugleich.
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