Volksschule Reutte
Planung für Großprojekt wurde einstimmig vergeben

Die Entscheidung ist gefallen: In der Zeiller Galerie in Reutte wurde das Siegerprojekt vorgestellt. | Foto: MeinBezirk/Günther Reichel
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Die Entscheidung ist gefallen: Die Volksschule Reutte wird nach Plänen von Bernhard Wüst und Nikolaus Schallert modernisiert. Das Vorarlberger Architekten-Duo hatte sich in einem Wettbewerb gegen 64 weitere Projekte durchgesetzt.

REUTTE. Es war ein weiter, ein schwieriger Weg, letztlich wurde aber alles einstimmig entschieden: Der Beschluss, die Volksschule Reutte am bekannten Platz zu belassen und hier zu modernisieren wurde vom Gemeinderat so gefasst, und auch die Wahl des Siegerprojektes durch eine Jury mündete in einem einstimmigen Votum.

Im Jahr 1897 erbaut

Die Volksschule Reutte - sie ist auch für die Nachbargemeinde Breitenwang zuständig - wurde 1897 errichtet. Die ältesten Gebäudeteile sind also fast 130 Jahre alt. 1960 gab es eine Erweiterung, ansonsten wurden nur unbedingt notwendige Adaptierungen bzw. Verbesserungen vorgenommen, wirkliche Modernisierungen gab es nicht.
Dass solche unbedingt notwendig sind, ist schon lange klar: bereits im Jahr 2020 gab es einen entsprechenden einstimmigen Beschluss im Reuttener Gemeinderat. Es folgten umfangreiche Diskussionen. Unterschiedliche Ideen wurden eingebracht, in deren Zuge die Möglichkeiten am bekannten Standort geprüft und ebenso  "neun Alternativstandorte abgeklopft wurden" (©Bgm. Salchner). Am Ende hielt man am bekannten Standort fest.

65 Ideen wurden eingereicht

Aufgrund der Projektgröße musste die Planung EU-weit ausgeschrieben werden. Den Planungsbüros wurde ein umfangreiches Bündel an Erfordernissen samt Kostenrahmen mit auf den Weg gegeben. 65 Planungsbüros reichten Entwürfe ein. Viel Arbeit also für die 15-köpfige Jury unter Vorsitz von Architekt Franz Stasi, die zwei Tage lang in einem Aussiebverfahren alle Ideen prüfte und bewertete - alles anonym. Am Ende wurde das Projekt Nr. 59 einstimmig zum Sieger gekürt. 

Planer kommen aus Vorarlberg

Erst ab diesem Moment wurden die Namen hinter den durchnummerierten Projekten bekannt gemacht. Das Siegerprojekt kommt aus Feldkirch (Vorarlberg): Bernhard Wüst und Nikolaus Schallert konnten mit ihren Überlegungen überzeugen.

Konzept überzeugte alle

Mit der Idee, den Altbestand als "Hülle" weitgehend zu belassen, gingen sie einen Weg, der mehrfach eingeschlagen wurde, alleine schon aus Kostengründen. Ein völlig neuer Bauteil in der Mitte des Altbestandes bringt der Schule in Kombination mit den Modernisierungen im Altbestand den erwünschten Mehrwert. Bühne, Bibliothek, Multifunktions- und Nebenräume, Aula, zentrale Garderobe, dazu moderne Klassenräume und verbesserte Wegführungen im gesamten Gebäude - die Vorarlberger Architekten wussten zu überzeugen.
In einem Punkt unterscheiden sich ihre Überlegungen aber ganz wesentlich von jenen der Mitbewerber: bei der Turnhalle. Eine zweite Halle ist notwendig, die Umsetzung aber erst in einem zweiten Bauabschnitt möglich. Während viele Planer eine Aufstockung des Bestandes ins Auge fassten, sehen Wüst/Schallert den Abriss und den Bau einer völlig neuen Turnhalle im "Zwickl" Schulstraße/Zeiller Straße vor - dort, wo sich derzeit eine Freifläche, die von einer Hecke umgeben ist, befindet.
Durch den Abriss der alten Turnhalle ergeben sich völlig neue Möglichkeiten vor dem Volksschulgebäude. All das zusammen fand am Ende die größte Zustimmung, die Planung wurde somit einstimmig vergeben.

Baustart im Sommer 2027

Jetzt geht es mit den Detailplanungen weiter. Der Baustart ist mit Beginn der Sommerferien 2027 geplant. Der Unterricht ab dem Schuljahr 2027/28 wird für die Dauer der Baumaßnahmen an anderen Schulen ausgelagert.
Die Kosten für den 1. Bauabschnitt liegen bei knapp über 16 Millionen Euro, wenn die 2. Bauphase (Turnsaal) ebenfalls umgesetzt wird, werden sie sich auf rund 23 Millionen Euro erhöhen.
Größter Zahler ist die Stadt Reutte, aber auch Breitenwang bringt sich anteilig zur Schülerzahl finanziell ein. Förderungen des Landes sind ebenfalls Teil der Finanzierung.

Besser informiert

Weitere Informationen aus dem Bezirk Reutte finden Sie unter www.meinbezirk.at

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