Nepalhilfe

- hochgeladen von Günther Reichel
AUSSERFERN (rei). Ulrike Jäger, Hanni Gnadlinger und Marlies Kerber sind zuletzt weit gereist. Ihr Ziel: Nepal. Kein Wanderurlaub, kein "Sightseeing" - ihre Reise diente einzig dem Zweck, ein Waisenhaus aufzubauen.
Am 1. November machten sich die drei engagierten Außerfernerinnen auf den weiten Weg. Rund 22 Stunden dauerte die Anreise, die von Reutte nach München und von hier mit dem Flieger nach Istanbul und weiter nach Katmandu führte. Von hier waren es dann nur noch "schlappe" 35 Kilometer bis zum Zielort Humulath/Tikabeirath. 35 Kilometer, die es aber in sich hatten und drei anstrengende Stunden Fahrzeit im Auto in Anspruch nahmen.
Herzensanliegen Nepal
Die Außerfernerinnen haben es sich schon seit langer Zeit zum Ziel gemacht, in Nepal zu helfen. Sie konnten bereits viel bewirken. So entstand dank ihres Einsatzes in Jubu eine Schule für rund 500 Kinder. Das Projekt bewährt sich. Heute wird es von Menschen aus der Region betrieben.
Dadurch bekamen die Außerfernerinnen wieder die Möglichkeit, Neues zu fokusieren. Seither verfolgt sie die Idee, ein Waisenhaus zu errichten. Jetzt wurden die Weichen für dieses Vorhaben gestellt.
Viel Arbeit vor Ort
Mit rund 120 kg Gepäck machten sie sich auf den weiten Weg. Hilfsgüter mitzunehmen war diesmal nicht der Hauptzweck. Es galt ein passendes Gründstück für das Waisenhaus zu finden und Partner vor Ort, die das Projekt vorantreiben können.
"Die Vorzeichen waren schlecht. Uns sind die Dolmetscher, mit denen wir bisher zusammengearbeitet haben, leider abhanden gekommen", erzählt Ulrike Jäger.
Inzwischen aber gut vernetzt in Nepal, machten sie Ranila Puri - nicht verwandt mit dem Breitenwanger Arzt Dr. Arnold Puri - ausfindig. Sie sagte ihre Hilfe spontan zu und knüpfte Kontakte zu ihrem Bruder Rabindra Puri. Der ist in Nepal als Baumeister bekannt und betreibt eine Baufirma.
Wichtige Partner
Rabindra Puri half vor Ort bei der Suche nach einem Grundstück, entwickelte mit den drei Frauen Ideen für das künftige Waisenhaus und kümmert sich in den kommenden Monaten um den Bau des ersten Abschnitts.
"Geplant sind drei kleine Wohnhäuser, in denen jeweils sechs bis maximal acht Kinder leben können. Es wird Sanitär- und Gemeinschaftsräume geben und einen Bereich, in dem jeweils eine Betreuerin leben kann", klärt Jäger auf.
Eröffnung im April
Der Zeitplan ist straff. Im April 2017 soll das erste Haus eröffnet werden. Dann möchten Marlies Kerber, Hanni Gnadlinger und Ulrike Jäger wieder nach Nepal reisen und sich selbst das neue Heim anschauen.
Die Finanzierung von Grund und dem ersten Bauabschnitt sind durch Spenden und Einnahmen aus Verkäufen, etwa beim Weihnachtsmarkt in Reutte, gedeckt. Auch der laufende Betrieb wird von Tirol aus finanziert: "Was wir nicht wollen ist, dass das Heim in staatliche Hand kommt. Dann hätten wir ja gleich nach Nepal spenden können", erläutert Gnadlinger.
Durch die Eigenständigkeit des Waisenhauses können die Betreiberinnen selbst steuern, welche Kinder aufgenommen und von wem vor Ort betreut werden. Das erste Haus wird ausschließlich Burschen aufnehmen. Die Trennung nach Geschlechtern gibt der Staat Nepal vor.
Bedarf ist groß
Sobald es geht, soll der zweite Abschnitt errichtet werden. Zeitlich wollen sich die drei Außerfernerinnen aber keinen Druck machen. Es soll alles "rund" ablaufen. Doch ein gewisser Druck ist schon jetzt spürbar. Jäger: "Der erste Bewohner des Haues steht schon fest. Wir kennen den Buben schon von früher. Ein trauriger Fall. Als er gehört hat, dass er zu uns kommen kann, war er überglücklich und wollte nicht mehr dorthin zurück, wo er zuletzt gewohnt hat."
Spenden erbeten
Jetzt heißt es aber erst einmal zuwarten und weiter Spendengelder sammeln, damit das Projekt ausfinanziert und erhalten werden kann. "Toll wäre es natürlich, wenn sich Menschen finden, die unser Projekt mit regelmäßigen Zahlungen unterstützen", sagt Jäger. Solche Dauerspender gibt es bereits mehrere. Manche zahlen monatlich fünf Euro auf das Spendenkonto, andere zehn. Die Regelmäßigkeit ist für die Projektbetreiberinnen wichtig.
Wer nur einmalig spenden möchte, kann das natürlich auch tun. Spenden kann man über die Bank einzahlen, außerdem gibt es bei "Flowers & more" in der Reuttener Schulstraße eine Spendenmöglichkeit.
Spendenkonto
Getreu dem Motto "jeder Euro zählt" kann man das Projekt mit jedem beliebigen Betrag unterstützen. Das Spendenkonto wurde bei der Raiffeisenbank Reutte, IBAN AT58 3699 0000 0906 2019 eingerichtet. Verwendungszweck: "Hilfsprojekt Waisenhaus in Nepal".
Weitere Infos findet man im Internet unter www.schulkinder-nepal.at oder auf Facebook.





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