Leserpost
Wer wünscht sich die Rückkehr des Wolfes?

Als Laie möchte ich hiermit meine Meinung kundtun und erzählen. Auf meinem Fußmarsch von zu Hause nach Rom habe ich allerhand über den Wolf erfahren.
Es gibt auch in Italien die verschiedenen Pilgerwege (Franziskusweg, Antoniusweg, ect). Dies sind sehr bekannte und stark beworbene Weitwanderwege wie wir sie auch in Österreich kennen. Nur gibt es auf diesen Wegen in Italien kaum Wanderer, sind also sehr spärlich bewandert.
Die Weitwanderwege in Österreich sind relativ stark frequentiert, bringen dem Tourismus und so auch dem Staat ein gutes Einkommen und viele Arbeitsplätze.
Warum ist der Unterschied der Anzahl der Wanderer zwischen Italien und Österreich so groß?
Auf dem Weg über den Apennin und in ganz Italien gibt es eine große Populationsdichte an Wölfen. Alte Leute in den Dörfern wundern sich über Wanderer und alle Leute warnen. Die einheimischen Menschen kennen die Gefahr, die lauert: „Bären und Wölfe“. Warum dies, wenn die Wölfe doch kein Menschenfleisch mögen?
Wölfe werden unter Schutz gestellt > auf der anderen Seite sind Schafe, Rinder und auch Menschen gefährdet.
Während meiner Wanderschaft sah ich des Öfteren junge Herdenschutzhunde in kleine Käfige eingesperrt. Auf meine Frage warum die Hunde eingesperrt sind, lautet die Antwort, dass dies die Nachzucht sei und in Käfigen gehalten werden müsse um sich als Hütehunde zu eignen.
In Italien gibt es wie bei uns die Möglichkeit in Bauernhöfen „Agritourismo“ (von der EU subventioniert) zu übernachten. Fast immer sind in der Nähe Schafe auf den Weiden. Beinahe die ganze Nacht hört man Hundegebell. Bis es auf einmal still ist und doch noch ein wenig geschlafen werden kann.
Am Morgen danach weiß man warum nachts Ruhe eingekehrt war. Die toten zerbissenen Hunde und Schafe liegen überall herum. „Egal“! Die nächsten Hunde warten in ihren Käfigen ja schon auf ihre „Arbeit“! Auch ein Pferd dem die Hälfte des Hinterteils fehlte habe ich gesehen. Es hat zwar überlebt, aber wie!
Überall auf den Wegen sind Spuren von Wölfen zu sehen. Mein mitgebrachtes Pfefferspray hätte wohl überhaupt nicht geschützt. Wölfe umkreisen das Opfer ohne vorerst bemerkt zu werden und greifen von hinten an.
Sollten die Wölfe tatsächlich weiterhin geschützt werden und die Anzahl der Rudel steigen, so wird der gewinnbringende und arbeitgebende Tourismus radikal zurückgehen und abgewürgt werden. Wie würde es dann wohl im Winter aussehen?
Da stand doch in einer Zeitung: Die Wölfe könnten auch als Chance für den Tourismus gesehen werden. So etwas kann nur jemand schreiben, der mit der Branche nichts am Hut hat.
Wie kann Österreich ohne Tourismus überleben? Da heißt es dann wohl als Wirtschaftsflüchtlinge auf Wanderschaft zu gehen oder „Wolf oder Mensch?“
Es wird immer vom Schutz der Wölfe und Schafe gesprochen. Die Zeit wird kommen in der vom Schutz der Menschen gesprochen werden muss. Wo bleibt hier der Einspruch der Touristiker?
Ein gedeihliches Miteinander gibt es nicht. Beim Thema Wölfe geht es nicht „nur“ um Schafe und Rinder, bzw. Bauern und Jäger, sondern auch um Kinder die draußen spielen, alle Menschen die gerne wandern Einheimische und Gäste und die Tourismuswirtschaft von der viele Österreicher (direkt oder indirekt) leben, somit um den größten Teil der Bevölkerung.
Je mehr Futter, desto mehr Nachwuchs! Das wissen doch sicherlich auch die Experten.
Es gibt kein Pro und Contra – Wolf ! Der Wolf ist kein Kuscheltier!
Laut Zeitung und Internet, wurden im Jahr 2017 in Deutschland 60 Wolfsrudel und im Jahr 2018 bereits 73 Rudel (nicht nur einzelne Wölfe) gezählt.
Und wie hat doch eine Allgäuer Bäuerin bei einer Veranstaltung im Naturparkhaus Lechtal so treffend gesagt: „Ich liebe meine Kühe und möchte sie nicht dem Wolf zum fressen anbieten!“

Christine Lumper, Holzgau

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