Neues Interreg-Projekt
Zugspitz-Region suchte ihre Stärken und Schwächen
- Wolfgang Winkler (Wirtschaftskammer Tirol – Reutte), Sebastian Kramer (Zugspitz Region GmbH), Prof. Matthias Firgo (Hochschule München), Elisabeth Bartl (Hochschule München & TIZIO), stellvertretender Landrat Christan Hornsteiner, Stefan Wanner (Wirtschaftskammer Tirol – Innsbruck Land) bei der Förderscheckübergabe (v.l.).
- Foto: Euregio ZWK
- hochgeladen von Günther Reichel
Ein neues Interreg-Projekt soll den Wirtschaftsraum rund um die Zugspitze analysieren und in der Folge stärken. Kürzlich fand die Auftaktveranstaltung statt.
GARMISCH/EHRWALD. Die grenzüberschreitende Wirtschaftsregion rund um die Zugspitze will künftig enger zusammenarbeiten. Dafür haben die Wirtschaftskammer Tirol mit ihren Bezirksstellen Reutte und Innsbruck-Land, die Hochschule München sowie die Zugspitz Region GmbH ein neues Interreg-Projekt gestartet.
Datenbasierte Grundlagen
Im Mittelpunkt steht die Entwicklung einer gemeinsamen, datenbasierte Stärken-Schwächen- Analyse im Grenzraum zwischen dem Bezirk Reutte, dem Bezirk Innsbruck-Land und dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Beim offiziellen Projektauftakt wurde dafür ein Förderscheck des EU-Programms Interreg Bayern-Österreich übergeben. Das Projekt wird mit rund 75.000 Euro aus EFRE-Mitteln unterstützt.
Stärken und Schwächen sichtbar machen
Ziel der Zusammenarbeit ist eine genaue Analyse der regionalen Wirtschaftsstruktur. Dadurch sollen die wirtschaftlichen Stärken der Region, ebenso aber ihre Schwächen sichtbar gemacht sowie Bereiche mit besonderem Kooperations- und Entwicklungspotenzial identifiziert werden. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für eine abgestimmte grenzüberschreitende Wirtschafts- und Gründungspolitik dienen.
Durch die enge Zusammenarbeit über die Grenze hinweg sollen insbesondere die zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen der Region von einem besseren Wissenstransfer und neuen Entwicklungsmöglichkeiten profitieren.
Zur Sache
- Die aus der Analyse gewonnenen Erkenntnisse sollen in drei grenzüberschreitenden Ergebnis-Workshops gemeinsam mit regionalen Akteuren aus Unternehmen und Wirtschaftsverbänden interpretiert und diskutiert werden.
- Ziel ist es, konkrete Ansatzpunkte für branchenübergreifende Kooperationen, eine abgestimmte Strukturpolitik sowie eine fundierte Start-up- und Ansiedlungspolitik zu identifizieren.
- Damit soll eine gemeinsame Wissensbasis geschaffen werden, auf der die Akteure in Bayern und Tirol künftig noch gezielter zusammenarbeiten können.
„Neue Stärken entstehen dort, wo innovative Branchen auf vorhandenes, verwandtes Wissen in der Region zurückgreifen können. Gerade für einen ländlichen Raum wie die Euregio ZWK ist das der Schlüssel zu einer langfristig positiven Wirtschaftsentwicklung. Unsere Analyse soll zeigen, wo diese Anknüpfungspunkte über die Grenze hinweg liegen“,
sagt Projektleiter Matthias Firgo von der Hochschule München.
Besser informiert
Weitere Informationen aus dem Bezirk Reutte finden Sie unter www.meinbezirk.at
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