Tag der Putzfrau am 8. November: "Für daheim möcht ich jetzt selbst eine Putzfrau"

Michaela Langer ist die gute Fee in der BezirksRundschau-Redaktion in Schärding. Die dreifache Mama arbeitet in der Karenz geringfügig als Putzfrau – und hat Gefallen daran gefunden.
  • Michaela Langer ist die gute Fee in der BezirksRundschau-Redaktion in Schärding. Die dreifache Mama arbeitet in der Karenz geringfügig als Putzfrau – und hat Gefallen daran gefunden.
  • hochgeladen von Kathrin Schwendinger

SCHÄRDING. Es gibt Arbeiten, die fallen nur auf, wenn sie nicht gemacht werden. Dazu gehört das Putzen. Meistens unbedankt, aber gleichzeitig unverzichtbar sind die vielen Reinigungskräfte, die den Schmutz von anderen wegputzen. Anlässlich des Internationalen Tags der Putzfrau am 8. November holt die BezirksRundschau Schärding "ihre" Reinigungskraft vor den Vorhang: Michaela Langer.

Die 33-Jährige aus Schärding sorgt dafür, dass die BezirksRundschau-Redaktion in der Passauer Straße 9 immer blitze-blank ist. Dienstags und Donnerstags reinigt sie die Büroräume, staubsaugt, wischt, bringt den Müll raus. Angestellt ist Langer bei der Schmidt GmbH. Dass das Image der Putzfrau nicht immer das beste war, macht der dreifachen Mutter nichts aus. "Für mich ist es der beste Nebenjob", ist sie überzeugt. "Und man wird auch heute nicht mehr schief angeschaut, wenn man sagt, man ist Putzfrau."

Zur Schmidt GmbH kam Michaela Langer im Mai dieses Jahres. Weil sie zur Zeit für ihren eineinhalb Jahre alten Sohn noch in Karenz ist, hat sie eine Möglichkeit gesucht, etwas dazu zu verdienen. In die Gastronomie wollte die gelernte Restaurantfachfrau nicht zurück. "Die Arbeitszeiten sind für eine Mutter dort einfach schwierig", weiß sie. Als geringfügig angestellte Reinigungskraft kann sich die 33-Jährige ihre Zeiten flexibel einteilen. Acht Stunden in der Woche arbeitet sie an drei verschiedenen Standorten. "Wenn mein Mann um 17 Uhr heimkommt, gehe ich arbeiten", beschreibt sie.

Ist der Kleine erst größer, könne sie sich auch vorstellen, zusätzlich vormittags zu arbeiten und mehr Standorte zu betreuen. "Die flexible Zeiteinteilung ist einfach das A und O", sagt sie. "Außerdem habe ich im Gegensatz zum Gastgewerbe hier beim Arbeiten meine Heilige Ruhe", fügt sie mit einem Schmunzeln hinzu. Außerdem schätzt sie das Vertrauen ihrer Kunden: "Sie übergeben einem den Schlüssel. Man ist quasi wie ein 'kleiner' Hausmeister im Unternehmen."

Dass der Job körperlich anstrengend ist, nimmt sie für diese Vorteile gerne in Kauf, wie sie sagt. Aber, wenn man beruflich so viel putzt. Hat man dann eigentlich noch zuhause Lust dafür? "Nein, überhaupt nicht", antwortet Langer bestimmt. "Am liebsten würd ich mir zuhause auch eine Putzfrau nehmen", sagt sie mit einem Grinsen.

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