Niederösterreich Bahnen
Ganz in Weiß erstrahlt das Gleis der Mariazellerbahn

Niederösterreich Bahnen Geschäftsführerin Barbara Komarek und Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko beim Lokalaugenschein an der Mariazellerbahn.
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  • Niederösterreich Bahnen Geschäftsführerin Barbara Komarek und Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko beim Lokalaugenschein an der Mariazellerbahn.
  • Foto: NB/Haider-Fischer
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Weiße Schienen verringern Hitzeschäden wegen Gleisverformungen im Hochsommer auf der Mariazellerbahn.

REGION. Lange Hochsommerphasen stellen für die Eisenbahninfrastruktur eine große Herausforderung dar. Denn durch zu große Hitze können sich die Gleise verformen. Die NÖ Bahnen testen auf der Mariazellerbahn daher verschiedene Möglichkeiten, dem entgegenzuwirken, unter anderem weiß lackierte Schienen.

"Die Summe der gesetzten Maßnahmen zeigt Erfolge. Selbst die Hitzewelle im Juni mit Temperaturen weit über 30 Grad hatte auf unserer Mariazellerbahn keine einzige Gleisverdrückung zur Folge, während früher bei vergleichbaren Wetterverhältnissen bis zu 20 Stellen betroffen waren", so Landesrat Ludwig Schleritzko.

Die weiße Farbe reflektiert das Sonnenlicht und reduziert die Maximaltemperatur der Schienen deutlich. Der Praxistest mit Vergleichsmessungen beim Bahnhof Kirchberg bestätigte dies.

Auf ausgewählten Streckenabschnitten der Mariazellerbahn wurden die Schienen weiß lackiert.
  • Auf ausgewählten Streckenabschnitten der Mariazellerbahn wurden die Schienen weiß lackiert.
  • Foto: ´NB/Tschudnig
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Verringerung der Temperatur

"Die Schienentemperatur in den weiß lackierten Bereichen ließ sich um vier bis sechs Grad verringern. Das ist bei Maximaltemperaturen von rund 60 Grad eine deutliche Reduktion. Da Schmalspurschienen bis 55 Grad stabil sind, handelt es sich um die entscheidenden Grade, die Verformungen und Betriebseinschränkungen verhindern", sagt NÖ Bahnen Geschäftsführerin Barbara Komarek.

Neben den weißen Schienen wurden zur Stabilisierung der Bahnschwellen 800 Sicherungskappen eingebaut. Bei erforderlichen Sanierungen werden darüber hinaus nur noch schwere Betonschwellen verbaut, die durch ihr höheres Gewicht das Gleis weniger anfällig für Verdrückungen machen.

Die Lackierungsarbeiten an den Schienen wurden in Kooperation mit der Partnerfirma KBB/MEISSL durchgeführt.
  • Die Lackierungsarbeiten an den Schienen wurden in Kooperation mit der Partnerfirma KBB/MEISSL durchgeführt.
  • Foto: NB/Tschudnig
  • hochgeladen von Roland Mayr

Auswirkungen auf den Bahnbetrieb

Die aus der großen Hitze resultierenden Gleisverdrückungen haben enorme Auswirkungen auf den Bahnbetrieb. Sie machen langsameres Fahren erforderlich oder führen im Extremfall sogar zur Einstellung des Eisenbahnbetriebs aus Sicherheitsgründen. Für die Fahrgäste bedeutet dies Verspätungen oder sogar Schienenersatzverkehr und für das Betriebspersonal eine große zusätzliche Belastung und Stresssituation.

Weitere Infos auf mariazellerbahn.at

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