09.11.2017, 15:01 Uhr

Polizist baute Unfall mit 2,3 Promille

Angeklagter Polizist (54) : Kein Ruhmesblatt für seinen Stand! (Foto: mr)

Dreistes Ansinnen: Er fragte seinen Kollegen, ob er statt ihm blasen will

Ein 54-jähriger Polizeibeamter musste sich letzte Wochen wegen versuchter Anstiftung zum Amtsmissbrauch vor einem Korneuburger Schöffensenat verantworten.
Nach der Anklage der Staatsanwaltschaft Korneuburg soll er nach einem von ihm verschuldeten Verkehrsunfall den erhebenden Beamten der Polizeiinspektion Himberg gefragt haben: „Willst ned statt mir blasen?“.
Nachdem der Himberger Polizist dies abgelehnt hatte und das Ergebnis mit knapp 2,3 Promille Blutalkoholgehalt feststand, setzte er mit der nächsten dreisten Frage nach: „Kömma des ned ausradieren?“

Eigenartiges Humorverständnis

So wirklich vorbehaltslos geständig war der angeklagte Polizist nicht. Einerseits behauptete er, an den Vorfall nur eine „schemenhafte Erinnerung“ zu haben, was man ihm angesichts seines Alkoholisierungsgrades noch abnehmen mag. Andererseits wollte er dem Schöffengericht glauben machen, er habe seine Bemerkungen nicht ernst gemeint, sondern im Scherz bloß so dahingesagt.
Diese Verantwortung nahm ihm der Senat jedoch nicht ab, sondern fällte vielmehr einen klaren Schuldspruch im Sinne der Anklage und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 9.000 Euro.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.