02.10.2017, 12:50 Uhr

Scheitern der Abschiebung per Jet

Angeklagter Tunesier (37) nahm den Richterspruch an. (Foto: mr)
Inzwischen wissen längst alle abgewiesenen Asylwerber, wie sie die Rückführung in ihr Heimatland per Linienflug verhindern können: durch lautstarkes Schreien, Spucken, Kopfstöße und allenfalls Verrichten der (großen und kleinen) Notdurft im Passagierraum.
Am 27. Juli gelang es dem Angeklagten, die Vollziehung der Abschiebung durch Tritte und Körperstöße zu verhindern. Die Abschiebung wurde abgebrochen, ehe er noch im Flieger war.

Justiz-Haftraum verwüstet

Während der Untersuchungshaft in Korneuburg devastierte er den Haftraum in der Justizanstalt Korneuburg und drohte den eingeschrittenen Justizwachbeamten, er warte nur auf seine Entlassung, dann werde er alle töten. Die von ihm unter sich gelassenen Fäkalien verteilte er im Haftraum.

18 Monate & ein Jahr Widerruf

Allein für den Widerstand am Flughafen kassierte der Tunesier 18 Monate Haft zuzüglich den Widerruf einer bedingten Entlassung aus einer Vorverurteilung in der Dauer eines Jahres. Rechtskräftig!
Der Vorfall in der Justizanstalt wurde zwecks Einholung eines psychiatrischen Gutachtens vorläufig ausgeschieden.
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